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Fußballverband Niederrhein FVN: Union Nettetal bleibt in der Oberliga

Union Nettetal bleibt in der Oberliga : Die Auswirkungen des Saison-Abbruchs im Amateurfußball

Im Fußballverband Niederrhein wurde beschlossen, die Spielzeit für beendet zu erklären. Einigen Teams kommt das sogar zugute. Auch den beiden Seniorenmannschaften von Union Nettetal.

Die Entscheidung ist gefallen. Mit 93,01 % stimmte der Großteil der Vereine des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) für einen Saisonabbruch. Die endgültige Entscheidung wird allerdings erst auf dem Verbandstag im Juni 2020 feststehen, bis dahin soll auch Klarheit herrschen, wie die aktuelle Saison gewertet wird. Absteiger wird es zwar keine geben, es ist aber weiterhin offen, wer im Einzelnen aufsteigt. Für viele Teams gibt es nach einer langen Hängepartie nun endlich Klarheit, einige Mannschaften hängen aber nun weiter in der Warteschleife.

„Das Ergebnis ist natürlich eindeutig. Wir freuen uns nun auf ein drittes Jahr in der Oberliga. Nun bekommen wir die Chance, uns zu beweisen“, sagte Trainer Andreas Schwan vom SC Union Nettetal. Mit 17 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer waren die Chancen auf den Klassenverbleib zuletzt eher gering. In der Kreisliga A darf sich auch die U23 des SCU über den Klassenerhalt freuen. „Das ist natürlich wichtig. In den kommenden Jahren kommen viele gute Spieler aus der eigenen Jugend hoch, denen wir nun eine Perspektive bieten können, falls der Sprung in den Oberliga-Kader nicht gelingt“, stellte Schwan weiter klar.

Große Freude herrschte nach dem Ergebnis auch im Lager des Landesligisten DJK/VfL Giesenkirchen. „Wir waren auf das Ergebnis vorbereitet. Jetzt haben wir endlich Klarheit und können uns an die weiteren Planungen für die neue Saison machen. Der Saisonverlauf war sicherlich nicht optimal. Wir wollen uns nun aber gut aufstellen, damit es 2020/21 besser läuft. Hierzu werden wir uns nun gezielt auf die Suche nach Spielern begeben, die unseren Kader qualitativ verstärken“, sagt Abteilungsleiter Holger Drever.

Interessant ist die Konstellation in der Bezirksliga. Der 1. FC Viersen darf sich mit 53 Punkten nach zwei Jahren über die Rückkehr in die Landesliga freuen. Auf den weiteren Plätzen folgen der SC Teutonia Kleinenbroich (49 Punkte), SC Victoria Mennrath (44 Punkte) und VfL Jüchen-Garzweiler (43 Punkte). Den Mennrathern wurde nun die Chance genommen, sich sportlich für die Landesliga zu qualifizieren. Dabei hätte die Mannschaft von Trainer Simon Netten durchaus aus eigener Kraft das Ziel noch erreichen können. Denn zum einen hat das Team ein Spiel weniger als der Tabellenzweite aus Kleinenbroich, zum anderen hätte es noch das direkte Duell beider Teams gegeben. Nun muss man allerdings auf eine Entscheidung über die Größe der Landesliga für nächste Saison hoffen.

Fast aussichtslos lag der Dülkener FC in der Kreisliga A mit nur fünf Punkten zurück. Nachdem die Verantwortlichen im vergangenen Sommer die Mannschaft komplett neuaufstellen mussten, zeigte sich das Team zwar engagiert, konnte sich allerdings nicht mit Punkten belohnen. Nun bekommt die Elf von Trainer Björn Kox eine neue Chance. Personell hätte es übrigens kein Unterschied gemacht, wäre der Klassenerhalt nicht gelungen. „Alle Spieler des aktuellen Kaders hatten vorher schon liga-unabhängig zugesagt. Gleiches gilt auch für die Neuzugänge, hätten wir runtergemusst“, so Kox. Die Dülkener haben übrigens gleich doppeltes Glück. Denn auch die zweite Mannschaft hält durch das eindeutige Abstimmungsergebnis die Klasse in der Kreisliga B.

Spannend bleibt die Situation für KFC Welate Roj in der Kreisliga B. Mit 42 Punkten ist das Team punktgleich mit Spitzenreiter Germania Geistenbeck Zweiter bei einem Spiel weniger. „Wir wollten die Saison gerne sportlich zu Ende spielen, haben dem Verband aber vor Wochen schon unseren Wunsch geäußert, dass bei einem Abbruch vier Mannschaften aufsteigen sollen“, so Geschäftsführer Mulla Gürmus.