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Fußball: SC Union Nettetal mit Heimniederlage gegen Germania Ratingen

Fußball-Oberliga : Dem Abstieg wieder ein Stück näher

Nach einer guten Wintervorbereitung wollte der SC Union Nettetal daheim gegen Ratingen möglichst eine Aufholjagd starten. Doch daraus wurde nichts, in der Schlussphase handelten sich die Gastgeber eine 0:2-Niederlage ein.

Mal wieder präsentierte sich der SC Union Nettetal über weiter Strecken einer Partie auf Augenhöhe mit dem Gegner, mal wieder stand eines seiner Spiele auf des Messers Schneide – und mal wieder stand die Mannschaft von Trainer Andreas Schwan am Ende mit leeren Händen da. Das Heimspiel gegen Germania Ratingen sollte nach der sturmbedingt ausgefallenen Partie beim 1. FC Monheim in der Vorwoche möglichst ein Signal an die Konkurrenz werden, dass die Nettetaler im Kampf gegen den Abstieg noch mal angreifen. Doch daraus wurde nichts. Denn trotz einer guten Vorstellung kassierten die Gastgeber in der Schlussphase zwei sehr vermeidbare Gegentore und musste so eine frustrierende 0:2-Niederlage (0:0) quittieren.

„Uns war wichtig, dass wir zeigen, dass wir noch leben. Und ich habe eine Mannschaft gesehen, die wollte. Vorwerfen kann ich ihr nichts“, sagte Schwan. Dabei hätte sich die Partie gegen die Ratinger so sehr für den Start einer Aufholjagd geeignet. Denn die mit großen Ambitionen in die gestartete Germania war nach einem für ihre Verhältnisse enttäuschenden ersten Saisonabschnitt mit nur 24 Zählern auf Rang 14 abgerutscht, also dem ersten Nichtabstiegsplatz. Mit einem Sieg wären die Nettetaler auf neun Zähler herangerückt und hätten im Nachholspiel am Karnevalssamstag bei Schwarz-Weiß Essen den Rückstand noch weiter verkürzen können.

So jedoch könnte die Partie am Essener Uhlenkrug schon zum sportlichen Aschermittwoch werden. Bei einer weiteren Niederlage würden die Chancen auf den Klassenverbleib immer unrealistischer werden. Doch Schwan denkt nicht ans Aufgeben: „So lange es rechnerisch möglich ist, reißen wir uns den Hintern auf. Irgendwann kommt das Spielglück auch wieder zurück nach Nettetal.“

Denn die Nettetaler machten es gegen Ratingen über weite Strecken sehr gut. Im eigenen Ballbesitzt in einem 4-1-4-1-System mit Winterzugang Nico Zitzen vor der Abwehr gelang es den Nettetalern immer wieder, im Mittelfeld für Überzahl zu sorgen und die Ratinger Offensive mit dem Ex-Profi Moses Lamidi vom eigenen Tor fernzuhalten. So erspielte sich die Nettetaler im ersten Durchgang mit einem böigen Wind im Rücken auch ein Chancenplus. Doch egal ob Dave Nieskens, Dominik Dohmen oder Niklas Thobrock, alle vergaben. Beim Plus an klaren Möglichkeiten blieb es auch in Hälfte zwei. Hyungjoon Lee kurz nach der Pause und Dohmen in der 81. Minute hätten eigentlich treffen müssen, scheiterten aber.

So kam es, wie es für ein Kellerkind im Abstiegskampf so häufig kommt. Zunächst genoss nach einer Ecke ein Ratinger Spieler am zweiten Pfosten zu große Freiheiten, so dass Yassin Merzagua seine Ablage per Drehschuss zum 1:0 ins Tor beförderte (88.), dann war es in der Nachspielzeit ein viel zu leichter Ballverlust von Vensan Klicic, der den Konter zum 2:0 durch Nabil Jaouadi einleitete. „Schon das Hinspiel gegen Ratingen hätten wir nicht verlieren dürfen. Heute erst recht nicht“, sagte Schwan abschließend.