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Fußball: SC Union Nettetal denkt in Sachen Reserve über Rückzug nach

Fußball-Oberliga : Nettetaler denken in Sachen Reserve über einen Rückzug nach

Die A-Liga-Mannschaft des SCU trat jüngst nur zu neunt an. Der Oberliga-Kader kämpft aber auch mit Personalproblemen, am Sonntag geht’s daheim gegen Kleve.

Die Verantwortlichen des SC Union Nettetal sind aktuell wirklich nicht zu beneiden. Zwar läuft schon seit Längerem in der ersten (Oberliga) und zweiten Mannschaft (Kreisliga A) wenig zusammen, doch jüngst spitzt sich die Lage immer weiter zu. Immerhin gibt es in der Erstvertretung trotz der Negativserie von mittlerweile elf Partien ohne Sieg und ein paar unzufriedener Spieler noch eine so gute Moral, dass sich das Team in den ersten Spielen des neuen Jahres wettbewerbsfähig präsentierte. Weil das in der Reserve komplett anders aussieht, wird jetzt im Verein sogar über einen Rückzug diskutiert.

Sah die erste Partie nach der Winterpause unter dem neuen Trainer Milun Novakovic mit vier Akteuren aus der Oberliga noch ordentlich aus (1:2 gegen Bockum), lief in den nächsten Spielen nicht mehr viel zusammen. Dem 0:8 gegen Teutonia St. Tönis II folgte ein 0:5 beim VfB Uerdingen. Doch fast noch schlimmer als das Ergebnis war, dass die Nettetaler in Krefeld nur mit neun Akteuren aufliefen und die Partie schon nach 21 Minuten abgebrochen wurde. „Einige Spieler handeln aktuell nicht im Sinne des Vereins“, sagt SCU-Abteilungsleiter Dirk Rie­ther. Die Nettetaler denken aktuell intensiv darüber nach, wie sie damit umgehen. Sollte es zu einer Trennung kommen, könnte das zur Folge haben, dass es nicht mehr genügend Akteure gibt, um den Spielbetrieb aufrecht zu halten und noch realistische Chancen auf den A-Liga-Verbleib zu haben. Ob der SCU am Sonntag zur Heimpartie gegen TSV Kaldenkirchen antritt, sollte am Freitagabend entschieden werden. „Ob wir die Mannschaft komplett zurückziehen, darüber sprechen wir in der kommenden Woche“, erklärt Dirk Riether.

Von seiner Ende vorigen Jahres getätigten Aussage, dass auf keinen Fall beide Männerteams absteigen würden, musste er sich zwangsläufig verabschieden. Auch wenn Coach Andreas Schwan nach der jüngsten 0:2-Niederlage beim VfB Hilden nun offiziell erklärte, dass das Thema Klassenverbleib abgehakt sei, können nicht verstärkt Spieler an die Reserve abgetreten werden. Im Oberligakader ist das Personal vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Kleve weiter knapp, auch wenn Pascal Gubala und Hendrik Rouland das Training wieder aufgenommen haben. Schwans Aufgabe ist es jetzt, seine Mannschaft bei der langen Abschiedstournee aus der Oberliga bei Laune zu halten. „Wir wollen in den nächsten 13 Spielen das Bestmögliche abliefern und so viele Punkte holen wie möglich. Dafür stehe ich“, sagt Schwan. Vielleicht hilft, dass die Erinnerungen an Kleve positiv sind. Gegen die Klever gab’s Anfang September den ersten von bislang nur drei Saisonsiegen.