Fußball-Landesliga: Starke Saison des ASV Süchteln

Fußball : Süchtelns Fußballer entwickeln sich gut

Nach der Rückkehr in die Fußball-Landesliga konnte der ASV trotz großer Personalprobleme recht früh die nächste Spielzeit planen. Die Überraschung der Saison war ein Eigengewächs. Namhafte Spieler konnten verpflichtet werden.

Der ASV Süchteln beendete seine erste Saison in der Fußball-Landesliga nach dem Aufstieg auf dem zehnten Tabellenplatz. Trainer Heinrich Losing blickt auf eine anstrengende Spielzeit zurück. „Als Aufsteiger können wir zufrieden sein. Die Liga war sehr ausgeglichen. Bis auf sechs Teams waren allen anderen in den Abstiegskampf verwickelt. Wir hatten zum Glück früh Planungssicherheit“, sagt der Trainer.

Eine kleine Serie mit fünf Spielen ohne Niederlage zu Beginn der Rückrunde beruhigte die Nerven, auch wenn sich das Team danach dann lange daran abarbeitete, die magische Grenze von 40 Punkten zu knacken. „Als Mannschaft und Verein haben wir zusammengehalten, auch als es nicht so gut lief. Das ist nicht selbstverständlich“, meint der Trainer. Vor allem in der Hinrunde strapazierten die Süchtelner die Nerven ihrer Fans und der Verantwortlichen. „Wir hatten schlechte Spiele und waren nicht konstant in unserer Leistung. Wir können Spiele verlieren, aber nicht auf die Art und Weise. Das war nicht schön“, erklärt der Coach. Das 0:4 beim Rather SV, das 1:5 in Nievenheim, das 0:7 beim TSV Meerbusch und auch das 0:3 bei den VSF Amern sind Losing rückblickend noch in unguter Erinnerung. Das schwächste Spiel zeigte der ASV in der Hinrunde in Odenkirchen bei der 0:3-Niederlage. „Das war schon sehr, sehr schwach“, berichtete der Trainer. Odenkirchen steht auch für das komplette Gegenteil, denn ihr bestes Spiel lieferten die Süchtelner mit dem 3:0 in der Rückrunde gegen die SpVg. ab. „Fußballerisch war das in der ersten Hälfte ein Riesenspiel“, sagt Losing.

Diese beiden Spiele stehen exemplarisch für den Entwicklungsprozess, den der Aufsteiger über die gesamte Spielzeit betrachtet genommen hat. „Für einige Spieler war die Landesliga neu. Ich hatte gehofft, dass die jungen Leute reifen. Wir haben im Winter versucht, die Defensive zu stabilisieren und ansonsten auf unsere Stärken geschaut“, sagte Losing. Das zahlte sich aus, denn der ASV gestaltete die Spiele in der Rückrunde deutlich offener. „Wir hatten in jedem Spiel unsere Chancen“, erklärt der Coach. Die größte Überraschung in diesem Entwicklungsprozess war der 18-jährige Ben Plauk. Aufgrund einer anhaltenden Verletzungsmisere wurde der A-Jugendliche ins kalte Wasser geworfen und glänzte im Defensivzentrum konstant mit guten Leistungen. Plauk ist nicht einmal halb so alt wie Eric Bongartz. Der Routinier lebt seine Führungsrolle im Team. „Er geht voran. Die Leistung ist in seinem Alter bemerkenswert“, meinte Losing. Auf eine „Riesensaison“, so Losing, kann auch Torhüter Philip Grefkes zurückblicken, der ebenso überzeugte wie Maurice Bock auf der linken Seite.

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Für die kommende Spielzeit erhofft sich Losing eine weitere Stabilisierung. „Wir möchten einfach besser werden und so schnell wie möglich nichts mehr dem Abstieg zu tun haben“, betonte der Übungsleiter. Ihm geht es darum, das Team vor dem Hintergrund der glänzenden Infrastruktur mit Blick auf die Anlagen, die Jugendarbeit und die Vereinsführung in Süchteln schrittweise weiterzuentwickeln. „Es geht nicht von heute auf morgen“, sagt Losing. Deshalb hält er auch die Augen auf, um den Kader in der Sommerpause weiter zu verstärken. Hinten links sieht Losing nach dem Weggang von Felix Quade noch Bedarf. Außerdem sucht er im Mittelfeldzentrum noch eine Alternative aufgrund der Verletzung von Martin Banasch. Ansonsten gibt es aber schon prominente Verstärkungen, so haben sich zum Beispiel Maurice Heylen und Lucas Reinert vom Oberliga-Aufsteiger Union Nettetal zu einem Wechsel nach Süchteln entschieden.

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