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Fußball-Bezirksliga: Corona-Pause bringt TuRa Brüggen nicht aus der Ruhe

Fußball-Bezirksliga : Corona-Pause bringt Tabellenschlusslicht nicht aus der Ruhe

TuRa Brüggen steht nach sieben Spieltagen sieglos am Tabellenende. Die Pandemie-bedingte Saisonunterbrechung ist da keine Hilfe. Von großer Unruhe ist trotzdem im Team nichts zu spüren.

Letzter Tabellenplatz und nur zwei Punkte nach sieben Spielen – in vielen Fällen wird der Übungsleiter zum Vorstand zitiert und oft genug endet dann die Zusammenarbeit. Jedoch nicht beim Bezirksligisten TuRa Brüggen, der trotz recht angespannter Situation entspannt in den weiteren Saisonverlauf blickt.

Nur sechs Tore erzielte das Team von Trainer Jakob Scheller in den bisher sieben Saisonspielen und stellt somit die harmloseste Offensive in der Gruppe 4. Aber nur 14 Gegentore ließ die Mannschaft zu und ist damit das achtbeste Team. Aber im Endeffekt sprang bisher noch kein Dreier dabei heraus. Somit könnte ein Außenstehender vermuten, dass die Probleme in der Offensive zu finden sind. Doch Scheller wiegelt ab: „Es ist nicht die Offensive, sondern die Summe von mehreren kleinen Faktoren. Da wäre als erstes der verletzungsbedingte Ausfall wichtiger Spieler, dann die nachlassende Trainingsbeteiligung“.

Dabei verlief die Vorbereitung überwiegend positiv und ließ auf einen ruhigen Saisonverlauf schließen. Dass dem nicht so war, zeigten dann die ersten Spiele. So verlor TuRa zum Auftakt in Dilkrath recht unglücklich 0:1. Zum Heimauftakt holte Brüggen mit dem 2:2 gegen Odenkirchen den ersten Zähler. Gegen den Tabellenführer Schiefbahn wurde eine gute Leistung abgerufen, doch am Ende stand eine 0:1-Niederlage. Dem schlossen sich ein 1:3 in Vorst und – nach klarer Überlegenheit – ein 0:2 gegen Grefrath an. „Wir hätten das Spiel eigentlich 8:2 für uns entscheiden müssen, aber wir hingen irgendwie in dieser Abwärtsspirale fest, wo nichts mehr gelingt“, trauert Scheller noch Wochen später der vergebenen Siegchance hinterher. Dem 1:1 in Waldniel folgte letztlich noch ein 2:4 in Mennrath.

Hinderlich war sicherlich auch die zweiwöchige Zwangspause im September, nachdem drei Spieler mit Verdacht auf eine Corona-Infektion und somit die gesamte Mannschaft in Quarantäne verbrachte. Praktisch ohne Training ging es Anfang Oktober im Ligabetrieb weiter. „Aber es auf die mangelnde Torausbeute zu schieben ist hier fehl am Platze. Sandro Meier war mehr oder weniger auf sich alleine gestellt, da mit Max Haese und Albion Vitia gleich beide Flügelstürmer und Flankengeber verletzt ausfielen“, sagt Scheller.

Die derzeitige Unterbrechung sieht Scheller mit gemischten Gefühlen. „Einerseits könnte ich bei einer Fortsetzung wieder auf einige derzeit verletzte Stammkräfte zurückgreifen. Andererseits ist das Trainingsverbot schlecht für das Team, da Abläufe nicht trainiert werden können. Und da haben einige unserer ganz jungen Spieler noch etwas aufzuholen. Talent haben sie, aber es fehlt halt die Erfahrung“, erklärt der Übungsleiter.

Gerne würde er seinen Kader auf ein oder zwei Positionen verstärken, aber bei ruhendem Spielbetrieb und eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten ist das sicherlich kein leichtes Unterfangen. Aber in einem ist Brüggen Spitze, das Zusammengehörigkeitsgefühl, da alle aus derselben Gemeinde stammen. So einfach ist die Ruhe zu erklären.