Fußball-Bezirksliga Brüggen gibt Spiel in Schlussminuten aus der Hand

Fußball-Bezirksliga · Bis zur 87. Minute führt TuRa Brüggen gegen Vorst mit 3:1, verliert am Ende jedoch mit 3:4. Vor allem die Ineffizienz bei Torchancen wird den Brüggenern zum Verhängnis.

 TuRa Brüggen verlor in der Nachspielzeit gegen SV Vorst.

TuRa Brüggen verlor in der Nachspielzeit gegen SV Vorst.

Foto: Tom Ostermann

Ein gutes Spiel zweier Spitzenteams der Bezirksliga mit fulminantem Ausgang bekamen am Sonntag knapp 200 Zuschauer im Sportpark am Vennberg zu sehen. TuRa Brüggen verlor schließlich sein Heimspiel denkbar knapp und mit 3:4 (1:0) gegen den SV Vorst – und führte dabei bis zur 87. Minute mit 3:1. Erst in der Nachspielzeit fiel der entscheidende Gegentreffer zum 4:3-Sieg für Vorst.

Die Brüggener erwischten einen holprigen Start, die wenigen Torannäherungen waren weder zielführend noch durchdacht und versandeten allzu oft in der Abwehr. Das Spiel der Vorster schien hingegen mehr Hand und Fuß zu haben, jedoch verpassten es die Gäste, ihre leichte spielerische Überlegenheit in etwas Zählbares umzumünzen. So spielte sich ein Großteil der ersten Hälfte eher im Mittelfeld ab und war von einem gegenseitigen Abtasten geprägt. Wobei die Hausherren ab Mitte der ersten Halbzeit schon ein Chancenübergewicht verbuchen konnte. Aus diesem Chancenübergewicht fiel dann auch das 1:0 für die Brüggener: In der 37. Spielminute war Daniel Schmidt mustergültig per Flanke von Sandro Meyer bedient worden und konnte den Ball sehenswert im Kasten von Gästekeeper Maurice Emuns unterbringen. In der Folge erspielten sich die Brüggener vor der Pause noch zwei Großchancen durch Sandro Meyer und Max Haese, konnten aber keine der beiden gewinnbringend nutzen.

Nach der Pause fiel dann schnell der Ausgleich: Durch einen Fehler des Brüggener Schlussmannes Sebastian Grund konnte Vorsts Mike Schulze den Ball in der 46. Minute zum 1:1 im Tor unterbringen. Doch davon ließen sich die in schwarz gekleideten Hausherren nicht beirren – es schien sie sogar anzuspornen. Binnen 20 Minuten machten sie aus dem 1:1 eine klare 3:1 Führung durch Tore von Daniel Kawohl (55. Minute) und Dennis Greven (65. Minute). Laut Trainers Jakob Scheller hätte Brüggen zu dieser Zeit sogar noch deutlich höher in Führung gehen müssen. Doch die Gastgeber zeigten sich bei ihrer Chancen zu ineffektiv – das sollte sich rächen.

Ein Foulelfmeter für Vorst in der 88.Minute, verwandelt durch Murat Aslan zum 2:3, war der Wendepunkt der Partie. Fortan verloren die Brüggener völlig den Faden. Innerhalb von drei Minuten konnte Vorst durch Emre Kizil erst ausgleichen und in der Nachspielzeit durch Kevin Kaminski noch das entscheidende 4:3 aus Sicht der Gäste erzielen.

„Wir haben heute zwar gut, aber letztendlich zu inkonsequent gespielt. Wir waren über weite Strecken die klar bessere Mannschaft, verlieren aber trotzdem. Das ist ärgerlich, aber jetzt heißt es aus Fehlern zu lernen und es im nächsten Spiel besser zu machen“, sagte Brüggens Trainer Scheller nach dem Spiel.

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