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Fußball: ASV Süchteln kann im Landesliga-Derby zu den VSF Amern aufschließen

Fußball : Die Chance auf eine weitere Annäherung

Der ASV Süchteln empfängt in der Landesliga die VSF Amern, die in der Vorrunde schon weit voraus waren. Doch der ASV hat aufgeholt.

Die Zahl der echten Derbys ist für die Grenzland-Vereine in der Landesliga überschaubar. Am Sontag ist aber wieder soweit: Dann empfängt der ASV Süchteln den Tabellenfünften VSF Amern. Tabellarisch könnte die Favoritenrolle nicht unbedingt beim Tabellenelften aus Süchteln liegen, sondern würde wohl eher Amern zugeschoben werden. Doch mit einem Sieg würde die Mannschaft von Trainer Fabian Wiegers gleichziehen mit den Vereinigten Sportfreunden. „Wer hätte das noch vor Wochen gedacht“, sagt der ASV-Coach.

Dabei war der Saisonstart im Sommer noch etwas zäh. Die Anzahl der Niederlagen überwogen und sorgten somit dafür, dass die Süchtelner sich immer in der Nähe der Abstiegsregion befanden. Die Doppelbelastung in gleich zwei Pokalwettbewerben trug nicht gerade zur Regeneration bei. Doch irgendwie entkam der ASV immer wieder der Negativspirale, siegte Ende September etwa 2:1 beim Spitzenreiter Spvgg. Sterkrade-Nord. Im Oktober sorgten dann zudem sieben Punkte aus vier Spielen dafür, dass sich das Team etwas von den unteren Plätzen absetzen konnte.

Nach zwei Siegen aus zwei Spielen in 2020 (4:2 gegen PSV Wesel und 3:2 gegen VfR Fischeln) etablierte sich der ASV dann sogar im Tabellenmittelfeld und hat nun die große Chance, den Grundstein für die richtungsweisenden Duelle im März zu legen. Gerade das Hinspiel gegen Amern dürfte allen Beteiligten noch in Erinnerung geblieben sein. In einem packenden Match siegten die VSF Amern am Ende 3:2. Dabei ließen die Süchtelner eine Vielzahl an Großchancen ungenutzt. „Der Sieg für uns ist sicherlich glücklich“, sagte damals auch VSF-Coach Willi Kehrberg.

Seine Mannschaft wird nun im Rückspiel alles daransetzen, auch diesmal die volle Punkteausbeute zu holen. Nach zwei Auftaktniederlagen und dem 0:0 am Karnevalssamstag beim SV Hönnepel-Niedermörmter täte ein Sieg den Amernern gut, obwohl sie sich bis auf eine Halbzeit in Dingden in guter Verfassung präsentierten. Gerade im Heimspiel gegen den Tabellenführer Sterkrade wäre mehr drin gewesen als die ärgerliche 1:2-Niederlage.

Punktetechnisch zehren die Amerner aktuell von der mehr als guten Ausbeute aus der Hinrunde. Trotz des großen Umbruchs im letzten Sommer holte das Team aus 18 Spielen sensationelle 31 Punkte und schob sich am 13. Spieltag sogar kurzzeitig auf Platz drei vor. „Da waren wir soweit von Amern entfernt, wie die ganze Saison noch nicht“, erinnert sich Wiegers. Das sorgte mitunter dafür, dass die Weichen in Amern bereits frühzeitig für die Saison 2020/21 gestellt werden konnten.

Für zwei Süchtelner Spieler dürfte es zudem ein besonderes Spiel sein. Denn Maik Lambertz und Toni Weis reiften einst unter der Leitung von Kehrberg in Amern zu gestandenen Landesligaspielern heran. Während Lambertz seit Anfang dieser Spielzeit das Trikot des ASV überstreift, zog Weis im Winter von Teutonia St. Tönis nach. Sollte einer der beiden am Sonntag zufällig das Siegtor erzielen, könnte die Freude sicherlich emotional sein. Egal wie das Ergebnis allerdings lauten sollte, auf eins können sich die Zuschauer verlassen: auf reichlich Tore. Denn in den vergangenen fünf Duellen beider Teams fielen die Tore wie am Fließband – im Schnitt sind es fast sechs pro Partie.