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Handball: Föhles wirft Lobberich Richtung Spitze

Handball : Föhles wirft Lobberich Richtung Spitze

Lobberich gehört nach dem 32:31 gegen Hüls zu den sechs Teams, die jeweils sechs Minuspunkte aufweisen. Kaldenkirchen verliert 28:31 und verliert die Spitzenposition. Gemessen an den Minuspunkten droht Rang sieben.

In der Verbandsliga entwickelt sich eine ungewöhnliche Spielzeit. Gleich ein halbes Dutzend Teams kämpft mit sechs Minuspunkten belastet um die Spitze. Allein die Tatsache, dass einige ein Spiel weniger bestritten haben, macht im Moment den Unterschied. Der TV Lobberich siegte 32:31 gegen den Hülser SV und gehört zu dieser Spitzengruppe. Der TSV Kaldenkirchen reiht sich nach der 28:31-Niederlage beim VfB Homberg vorläufig auf Rang zwei ein. Allerdings weist der TSV ein Spiel mehr auf als die Kontrahenten hinter ihm.

Der TV Lobberich hat sich durchgebissen. Mit enormem Willen erarbeitete sich die Mannschaft ihren 32:31 (15:15)-Sieg gegen den Hülser TV. Richard Pasch erzielte den Siegtreffer. Es war das Maximum, was die Lobbericher mit stark dezimiertem Kader erreichen konnten. "Stelten, Sobiech, Nagel und Hüller haben gefehlt", sagte Trainer Jurek Tomasik. In der ausgeglichenen und kampfbetonten Partie gaben mehrere Faktoren den Ausschlag für den Sieg. Zum einen war es eine herausragende Vorstellung von Dennis Föhles. Der Rückraumspieler setzte nicht nur in der Defensive die Akzente, sondern führte sein Team auch im Angriff und traf exzellent. Föhles erzielte zehn Tore. Zum anderen verwandelte Tobias Liedtke alle sechs Siebenmeter.

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Außerdem stimmte die Abwehrarbeit gegen Tobias Eickmanns (1), einen der besten Werfer der Hülser. Nach wechselnder Führung gerieten die Lobbericher 19:21 in Rückstand. Danach drehten sie das Spiel und legten in der Folge immer ein bis zwei Tore vor. In der Schlussminute glichen die Gäste aus. Lobberich nahm die Auszeit und Richard Pasch nutzte die folgende Kombination zum Führungstor. Diesen knappen Vorsprung brachte die Mannschaft in den letzten 20 Sekunden über die Zeit.

Kaldenkirchens Handballer mussten nach dem Schlusspfiff noch einmal genau hinschauen. Nach einem guten Spiel hatten sie tatsächlich 28:31 in Homberg verloren. "Das war ein enges Ding. Wir waren in der entscheidenden Phase nicht bissig genug", sagte Trainer Dirk Rahmel enttäuscht. Kaldenkirchen ging nach 1:5-Rückstand mit einer knappen Führung in die Pause und legte danach zunächst stetig zwei bis drei Tore vor. Aber die Mannschaft nutzte ihre Überzahlsituationen nicht konsequent genug aus. Außerdem baute sie in der Defensive in der Schlussphase ab. Die Homberger hingegen profitierten davon, dass ihr Keeper in den letzten fünf Minuten die Möglichkeiten des TSV zunichte machte.

(RP)