1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen
  4. Regionalsport

Leichtathletik: Fällt der Rekord in Viersen?

Leichtathletik : Fällt der Rekord in Viersen?

Viele Hochkaräter gehen am Sonntag auf der Löh an den Start. Die Norm für Olympia ist identisch mit dem Meetingrekord – wer sie überspringt, ist auch in London dabei.

Viele Hochkaräter gehen am Sonntag auf der Löh an den Start. Die Norm für Olympia ist identisch mit dem Meetingrekord — wer sie überspringt, ist auch in London dabei.

Detlef Vieth, Direktor des Viersener Hochsprungmeetings, gerät ins Schwärmen, wenn er die Hochspringer aus dem internationalen Feld für das Meeting am Sonntag (ab 14.30 Uhr) vorstellt. Wer von ihnen die A-Olympianorm von 2,31 Metern springt, müsste den Viersener Meetingrekord von 2,31 aus dem Jahre 2006 einstellen.

Vieth führt Kabelo Kgosiemang aus Botswana als Nummer eins an. Der Hochspringer reist mit der besten Höhe von 2,34 an. Der 26-Jährige war das erste Mal vor acht Jahren in Viersen. Da sprang er Landesrekord mit 2,28. Sein Trainer war damals in Deutschland Dr. Wolfgang Ripsdorf von der Sporthochschule Köln. "Kabelo hatte ein Sportstipendium von Botswana und schloss sich dem internationalen Trainingszentrum für Hochsprung an. Er steigerte sich von 2,15 bis heute auf 2,34 Meter.

Frischer Afrikameister in Viersen

Kabelo Kgosiemang ist gerade Afrikameister geworden. Er ist ein beständiger Hochspringer und Vieth sagte über ihn: "Zum ersten Mal hat er gute Aussichten, in Viersen zu gewinnen." Kgosiemang ist zurzeit bei der LG Euregio Aachen und hat nun Joachim Schulz als Trainer. Kgosiemang sagt über Viersen: "Das ist eins meiner Lieblingsmeetings. Es ist die Atmosphäre und das tolle Publikum."

  • Eike Onnen holte sich 2016 den
    Leichtathletik : Starkes Feld beim Hochsprung-Meeting
  • Insbesondere der Nachname von Mateusz Przybylko
    Leichtathletik : Deutsche Nummer eins springt in Viersen
  • Für Mateusz Przybylko hat sich der
    Leichtathletik : Deutsche Springer überzeugen in Viersen

Vieth traut auch dem Russen Sergey Mudrov viel zu. Er wurde am vergangenen Wochenende bei den Europameisterschaften in Helsinki mit übersprungenen 2,28 Metern Vierter der Europameisterschaften und könnte das Meeting in der Kreisstadt für sich entscheiden. Im letzten Jahr war der 21-Jährige Vize-Europameister der U 20-Junioren mit übersprungenen 2,30.

Vieth meint über ihn: "Der Russe ist ein kommender Hochspringer, der mit Sicherheit nicht zum letzten Male bei uns zu sehen ist. Übrigens: Er trainiert mit dem Weltjahresbesten Ivan Ukaov zusammen. Dieser Springer springt vor Olympia ganz wenig." Sergey Mudrov ist in seinem Land die Nummer vier, so dass er nicht nach London fliegt.

Dumitrache fehlt ein Zentimeter

Am Start ist erstmalig der Rumäne Marius Dumitrache mit einer Bestleistung von 2,27. Er ist für die Höhenflüge zur Musik auf der Löh besonders motiviert, weil ihm an der B-Olympianorm von 2,28 Metern, womit er noch nach London könnte, nur ein winziger Zentimeter fehlt. "Bei ihm lief nichts über den Manager, sondern alles über seinen nationalen Leichtathletik-Verband, der zuerst eine Freigabe erteilen musste und uns bestätigt wurde. Er startet nun bei uns als erster Rumäne in Viersen", erzählte Vieth.

James Graymann aus Antigua Barbuda, das in der Karibik liegt, und Lee Hup Wei (Malaysia) müssen ebenfalls beide noch die B-Olympianorm springen. "Ihre beiden Trainer sind davon überzeugt, dass sie das in Viersen schaffen, weil bei ihnen die Formkurve nach oben zeigt", berichtete Vieth.

(off)