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Fabian Pütz von SuS Schaag mit zwei Toren gegen TuRa Brüggen II

Spieler des Tages : Mit einem Doppelpack die persönliche Bestmarke eingestellt

Fabian Pütz gehört dem torhungrigen Angriff des Fußball-B-Ligisten SuS Schaag an. Gegen die Reserve seines Ex-Vereins TuRa Brüggen traf er zweimal.

Es könnte eine der kuriosesten Geschichten der Fußball-Saison werden: In der Kreisliga B hat SuS Schaag vier Spiele vor Saisonende gerade einmal zwei Partien verloren und könnte am Ende trotzdem nicht aufsteigen. Ein halbes Dutzend seiner 148 Treffer erzielte das Team von Trainer Rainer Bruse am Wochenende in Brüggen, wo Stürmer Fabian Pütz einst spielte. Mit dem Doppelpack, den er beim 6:2 gegen seinen Ex-Verein schnürte, hat er seine Bestmarke von 19 Saisontoren eingestellt.

„In solchen Spielen ist man natürlich deutlich motivierter als sonst. Es ist immer etwas Besonderes, gegen seinen ehemaligen Verein zu spielen“, erklärt der 22-Jährige, der im Hinspiel im Oktober gar dreimal erfolgreich war. Dass er seinem Heimatverein TuRa Brüggen, für den er im Seniorenbereich für die zweite Mannschaft auflief, im vergangenen Sommer den Rücken kehrte, hält Pütz nach wie vor für den richtigen Schritt „Ich wurde hier sehr gut aufgenommen und fühle mich wohl“, sagt Pütz. Und eine sportliche Entwicklung ist ebenfalls unverkennbar. Zu Beginn der Saison vorrangig als Joker eingesetzt, genießt er inzwischen das Vertrauen des Trainerteams. Hinter Daniel Obst und Semih Ergin ist er der torgefährlichste Spieler im Schaager Kader. Logisch, dass der Verein sehr daran interessiert war, Pütz zu halten. Und weil es für den Angreifer keinen Grund gibt, zu gehen, wird er auch in der kommenden Spielzeit das Schaager Trikot tragen.

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Dass die insgesamt 88 Tore des SuS-Angriffstrios am Ende nicht zum Aufstieg reichen könnten, spielte für Pütz dabei eine untergeordnete Rolle. „Natürlich wäre es verdammt bitter, nach einer solchen Saison nicht aufzusteigen. Aber wie gesagt, ich fühle mich hier sehr wohl und habe deshalb verlängert“, verrät der Postbote. „Wir setzen den Fokus voll auf die letzten vier Spiele, die wir alle gewinnen wollen.“ Die erste Aufgabe im Schlussspurt ist dabei am kommenden Sonntag ausgerechnet das Gipfeltreffen gegen den vier Punkte besseren TIV Nettetal, der inzwischen seit 50 Spielen ungeschlagen ist und dabei eben unter anderem die Schaager aus dem Weg räumte - 0:4 hieß es in der Hinrunde aus SuS-Sicht.

„Wir haben noch eine Rechnung mit TIV offen“, erklärt Fabian Pütz, für den das Topspiel reine Kopfsache ist. „Wir müssen das Duell mit viel Motivation angehen, dürfen aber nicht überdrehen.“ Und können Pütz und seine Teamkollegen tatsächlich siegen, werden die letzten drei Spieltage die spannendsten, die die Kreisliga B seit Langem erlebt hat.