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Handball: Es zählt für Dülken und Lobberich

Handball : Es zählt für Dülken und Lobberich

Handball Am Sonntag zählt es für die SG Dülken und den TV Lobberich: Beiden hilft nur ein Sieg auf dem Weg, ihre Saisonziele zu erreichen. Dülken will den Verbleib in der Oberliga schaffen. Der TV Lobberich will als Meister der Verbandsliga dorthin aufsteigen. Im Moment können beide Vereine dies aus eigener Kraft umsetzen.

Die SG Dülken erwartet zu ungewohnter Zeit am Sonntag (11.15 Uhr, Ostschule) im Kellerduell den TB Wülfrath. Der TV Lobberich spielt gegen die abstiegsbedrohte DJK Adler Bottrop (Sonntag, 11.45 Uhr, Werner-Jaeger-Halle). Alle vier Mannschaften brauchen dringend einen Sieg.

Es sind die Spiele, in denen Helden geboren werden. Aber auch die Spiele, die einen ins Tal der Tränen stürzen können. Höhepunkte, auf die man als Mannschaftssportler lange hinarbeiten muss. Solche Endspiele machen die Faszination des Handballs aus.

Dülkens Trainer Goran Sopov weiß, dass die Vorentscheidung im Kopf eines jeden Spielers fällt: "Es ist eine Charakterfrage. Wir müssen die Aufgabe mutig angehen, sonst haben wir keine Chance." Wülfrath steht derzeit zwei Punkte hinter der SG auf einem Abstiegsplatz. Der Turnerbund steht also ebenso unter Druck. Er hat aber Vorteile in der Hinterhand. Die Wülfrather spielen noch gegen das Schlusslicht Bergische Panther und bringen außerdem den 32:20-Sieg aus dem Hinspiel gegen die SG ein. Im direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit am Saisonende über die Platzierung entscheidet, haben die Dülkener eindeutig die schlechteren Karten. Sie tun also gut daran, Wülfrath auf Distanz zu halten. Doch das wird extrem schwer, denn die Wülfrather haben mit Kreisläufer Michael Steffens, Bastian Schlierkamp oder Thomas Grugel exzellente Spieler in ihren Reihen, die auch mal ein Spiel alleine entscheiden können.

Auf dem Papier ist die Aufgabe für den Verbandsliga-Spitzenreiter TV Lobberich im Spiel gegen den Drittletzten, die DJK Adler Bottrop einfacher. Doch Trainer Manfred Wählen mahnt zur Vorsicht: "Wir können jedes Spiel gewinnen, aber wenn wir nicht gut sind, können wir auch jedes Spiel verlieren. Wir müssen als Mannschaft unsere Leistung abrufen, dann können wir weit kommen, nicht als Einzelspieler." Die punktgleichen Vorster, Gegner im Spitzenspiel der kommenden Woche, sitzen Lobberich im Nacken.

Ähnlich ist die Situation für die Bottroper, denn sie müssen davon ausgehen, dass die punktgleichen Moerser Adler beim Schlusslicht ASV Süchteln (Samstag, 19.45 Uhr, Realschule) gewinnen wollen. Bottrop stünde bei einer Niederlage in Lobberich auf einem Abstiegsplatz.

Der TSV Kaldenkirchen spielt beim Tabellennachbarn, der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen. Die HSG braucht noch jeden Punkt, um in der Klasse zu bleiben. Bottrop und Moers sind nur zwei Punkte entfernt.

(RP)