Fußball : Erneut ein später Rückschlag

Nando di Buduo vergab in der Nachspielzeit einen Elfmeter und somit die Chance auf einenmehr als verdienten Punkt gegen den VfL Rhede. Trotz klarer Überlegenheit verlor der 1. FC mit 1:2.

Niederrheinliga Der 1. FC Viersen hat erneut eine bittere Schlussphase erlebt und unnötig Punkte liegen gelassen. Trotz klarer Überlegenheit unterlagen die Viersener vor heimischer Kulisse 1:2 gegen den VfL Rhede. Damit verpasste der 1. FC die große Chance, den Anschluss zum Mittelfeld herzustellen und sich endgültig aus der Abstiegszone zu verabschieden.

"Leider hat die Konkurrenz zum Teil wieder gepunktet. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wieder in den Abstiegssog geraten", sagte Viersens Trainer Frank Mitschkowski. In den ersten 15 Minuten waren die Gäste vom VfL Rhede zunächst die bessere Mannschaft, ehe die Gastgeber etwas besser ins Spiel kamen. So war der 1:0-Führungstreffer von Mounir Ben Moussa zu diesem Zeitpunkt ein wenig überraschend, sollte aber im späteren Verlauf seine Rechtfertigung erlangen. Mit einem Sonntagsschuss brachte Ben Moussa die Hausherren, die im Mittelfeld wieder auf die beiden zuletzt verletzten Marijan Mustac und Lawrence Aidoo zurückgreifen konnten, in Führung. Fortan bestimmten die Viersener das Spiel und erspielten sich Chance um Chance, doch ein weiteres Tor wollte einfach nicht fallen. "Wenn ich alle vergebenen Torchancen aufzählen würde, würde das hier den Rahmen deutlich sprengen. Sowas habe ich wirklich selten erlebt", berichtete der sonst zufriedene Trainer. "Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war wirklich gut."

Doch so kam es, wie es im Fußball oft kommen muss. Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. Nach einer Ecke für den 1. FC leitete der Torhüter des VfL Rhede einen Konter ein. Die Viersener Defensive fand sich plötzlich in Unterzahl wieder und Maurice Passage konnte seinen Gegenspieler nur noch per Foul stoppen und verschuldete so den Elfmeter, der zum 1:1-Pausenstand führte.

Doch die Viersener zeigten sich unbeeindruckt und spielten im zweiten Durchgang weiter nach vorne. Philipp Hilleke, Ben Moussa und der eingewechselte Nando di Buduo vergaben selbst die besten Chancen, was der VfL erneut bestrafte. In der 87. Minute konnten die Viersener den Ball auf der linken Seite nicht klären und der Flankenball fand in der Mitte einen glücklichen Abnehmer, der das 1:2 erzielte. Zur tragischen Figur wurde in der Nachspielzeit di Buduo. Nach einem Foul an Martin Banasch legte sich Viersens Angreifer den Ball zum fälligen Elfmeter zurecht, scheiterte aber am Schlussmann aus Rhede und vergab so die Chance, immerhin einen Punkt am Hohen Busch zu behalten.

Auch nach dieser Niederlage müssen sich die Viersener aber noch nicht allzu große Sorgen machen. Zwei Nachholspiele bieten den Viersenern die Gelegenheit, sich die verlorenen Punkte wieder zu holen.

(RP)