Trampolin: Erinnerungen und Erwartungen

Trampolin: Erinnerungen und Erwartungen

Das war noch einmal wie einst in Süchteln, 200 Zuschauer waren begeistert. Der ASV trug die Rheinischen Meisterschaften aus. "Der Vorstand wollte zum 150-jährigen Vereinsbestehen etwas Besonderes auszurichten", sagt Frank Trimborn, Abteilungsleiter der Trampolinturner.

In den 1980er Jahren stieg der ASV Süchteln zweimal in der Bundesliga auf- und ab und wurde als Fahrstuhlmannschaft belächelt. Verletzungen zogen die Mannschaft runter. Während dieser Zeit kristallisierte sich Frank Staude als Spitzenspringer des ASV heraus und wurde 1986 mit der deutschen Mannschaft Vize-Weltmeister. Anfang der 90er Jahre ging die große Zeit des Trampolinturnens in Süchteln zu Ende. "Es gab intern ein bisschen Stress. Ein paar Trainer hörten auf", erinnert sich Frank Trimborn.

Wieder 50 Aktive bekm ASV

Die Abteilung dümpelte dahin. "Vor zehn Jahren habe ich wegen meines Sohnes Eric noch einmal angefangen und brachte Strukturen in die Abteilung. Es entstand wieder ein Unterbau. Wir sichten nun immer neue Kinder, die die Fähigkeit für diesen Sport mitbringen", sagt Frank Trimborn. Derzeit trainieren 50 Aktive beim ASV. "Wir können nicht mehr als sechs Kinder pro Gerät betreuen. Wir ziehen 18 pro Trainingseinheit durch. Dreimal pro Woche stehen wir in der Halle", erzählt Frank Trimborn.

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Damals wie heute ist der 49-Jährige Abteilungsleiter und Trainer mit B-Lizenz. Sechs Übungsleiter sorgen für einen reibungslosen Trainingsbetrieb: Detlef Liskes, Markus Dickhoff, Mark Schroif, Claudia Hansen, Tatjana Preuß und eben Frank Trimborn. Auf den ehemaligen Kunstturner Mark Schroif, der in der analytischen Arbeit recht weit ist, hält Trimborn große Stücke.

Bei den rheinischen Jahrgangsmeisterschaften am Wochenende begeisterte der achtjährige Elia Kreis als Vizemeister aus den eigenen Reihen. "Er ist das größte Talent, das ich bisher nach Frank Staude im ASV gesehen habe", schwärmt Frank Trimborn. Die 16-jährige Tatjana Preuß holte den dritten Platz bei der Jugend. "Sie kann in diesem oder nächsten Jahr die Qualifikation für die Deutschen schaffen", ist Trimborn überzeugt, der selbst in seiner besten Zeit 15 Mal an Deutschen Meisterschaften teilgenommen hat. Ein Ligabetrieb wäre beim ASV Süchteln mittelfristig wieder denkbar. "Unsere Springer sind noch zu jung. Wenn wir so etwas aufbauen, müssen wir auch Jungs haben", meinte Frank Trimborn und blendet zurück zur Vergangenheit: "Wir hatten das Ganze damals mit dem Erfolgstrainer Gerd Kalisch begonnen und mit ihm aufgebaut."

(RP)