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Erfolge im Turnen für das Cusanus-Gymnasium aus Erkelenz und das St.-Wolfhelm-Gymansium aus Schwalmtal

Schulsport : Wenn Schulen und Sportvereine kooperieren

Das Cusanus-Gymnasium aus Erkelenz und das St.-Wolfhelm-Gymansium aus Schwalmtal sind im Turnen sehr erfolgreich.

Wenn Schulen sportliche Erfolge feiern, dann stecken in der Regel ambitionierte Sportvereine dahinter. Das zeigen gerade zwei Beispiele aus der Region in der Sportart Turnen sehr gut. So schaffte das Erkelenzer Cusanus-Gymnasium im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2007 bis 2010) mit Unterstützung des TV Erkelenz gerade zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für das Bundesfinale in Berlin. Das St.-Wolfhelm-Gymnasium aus Schwalmtal steht in der Wettkampfklasse III (13 bis 15 Jahre) mit den starken Turnerinnen des TuS Waldniel kurz vor dem Landesfinale.

Das haben die Erkelenzer in der Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Köln-Chorweiler gegen die starke Konkurrenz unter anderen vom Goethe-Gymnasium Dortmund – eine der 16 offiziellen NRW-Sportschulen – erfolgreich hinter sich gebracht. Und in der Tat war es am Ende eine Herzschlagentscheidung zwischen Erkelenz und Dortmund, denn sowohl bei der Rangpunktzahl als auch bei den nachfolgend herangezogenen Ergebnissen bei den Gerätebahnen und dem Synchronturnen waren beide gleichauf. Als finales Kriterium wird in so einem Fall der direkte Vergleich beim Tauklettern herangezogen – und da waren die Cusanerinnen klar besser: Milana Kunke, Emma Lang, Janne Winzen, Lotte Meiborg und Greta Parletta kletterten die vier Meter aus dem Sitzen heraus in die Höhe so schnell wie kein anderes Team – das erneute Ticket für Berlin war damit gelöst. Ohne eine sehr enge Verzahnung mit der Turnabteilung des TV 1860 Erkelenz wäre das Husarenstück aber nicht möglich gewesen.

Die Entscheidung beim Landesfinale fiel am Seil. Foto: Rodolfo Mohren

Bis auf Lotte Meiborg, die beim TuS Porselen turnt, sind alle weiteren Erka-Mädels (die beim Landesfinale verletzte Eva Lang gehört auch noch dazu) beim ETV aktiv. Dort trainieren sie unter Leitung von Abteilungsleiterin Monika Nüßer dreimal die Woche – und schieben dabei auch noch stets eine Zusatzschicht, treffen sich bereits eine Stunde vor dem Vereinstraining, um spezielle Dinge zu trainieren. „Denn die Übungen im Verein und bei Jugend trainiert für Olympia sind nicht deckungsgleich“, erläutert Sportlehrerin Linnea Schöpfs (31).

 An der Stelle tritt der zweite betreuende Sportlehrer auf den Plan: Rodolfo Mohren-Petersohn (47) kommt da schließlich vom Fach, war als Schüler mit dem Cusanus-Turnteam sogar dreimal in Berlin dabei. „Rodolfo hat generell die Gabe, den Mädchen das Turnen sehr gut beibringen zu können. Und speziell vom Parallelbarren hat er weit mehr Ahnung als ich“, erklärt Schöpfs. Jetzt geht’s an die Vorbereitung fürs Finale, das vom 3. bis 7. Mai in Berlin über die Bühne geht. Im Vorjahr wurden die Erkelenzerinnen dort stolzer Fünfter von 16 Teilnehmern (jedes Bundesland ist dabei). „Wenn wir das nun wiederholen könnten, wäre das großartig“, sagt Schöpfs. Für Mohren dürfte es sogar noch ein bisschen mehr sein: „Ein Podiumsplatz wäre überragend.“

Für die St.-Wolfhelm-Turnerinnen steht nach dem Sieg auf Bezirksebene am 11. Februar zunächst noch das Landesfinale in Mettingen an. „Wir haben zwar schon einmal eine Landesmeisterschaft gewonnen, aber dann war in der Wettbewerbsklasse II Schluss, es gab kein Bundesfinale in Berlin“, sagt Margret Junker in ihrer Funktion als Sportlehrerin am St.-Wolfhelm-Gymnasium. Die Mädels aus ihrer Mannschaft sind auch alle Turnerinnen beim TuS Waldniel, bei dem ein Team sogar in der Oberliga des Rheinischen Turnerbundes antritt. Margret Junker, die in früheren Jahren Übungsleiterin beim TuS Waldniel war und schon seit vielen Jahren den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ begleitet, betont: „Ohne zusätzliches Training im Sportverein wären diese Leistungen für den Schulwettbewerb gar nicht möglich.“