Fußball: Endlich spielen

Vergangene Woche haben sich die Bezirksliga-Fußballer von Aufsteiger VSF Amern und Rhenania Hinsbeck umsonst warm gemacht. Das Derby wurde abgesagt. Nun hoffen beide Teams, dass es richtig losgeht.

FuSSball So langsam wünschen sich die Verantwortlichen des Aufsteigers VSF Amern, dass die Kugel wieder rollt. Und das nicht nur über 60 Minuten wie im Derby gegen den SC Waldniel, als der Schiedsrichter die Partie doch noch abbrach. Oder wie am vergangenen Spieltag, als die Amerner und die Hinsbecker den Ball nur beim Aufwärmen an den Füßen hatten. Für die Absage auf dem unbespielbaren Aschenplatz in Hinsbeck macht Amerns Trainer Rainer Bruse dem Schiedsrichter im Nachhinein ein Kompliment. "Das ist vollkommen in Ordnung gewesen. Die eine Hälfte des Spielfeldes war völlig verschlammt", so Bruse, der aber nicht verstehen kann, warum die Akteure nicht auf den Rasenplatz durften. "Beide Teams wollten spielen, der Rasenplatz ist in einem sehr guten Zustand gewesen und wäre danach auch nicht kaputt gewesen."

"Uns fehlt die Spielpraxis"

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So hinken die Amerner wie auch die Hinsbecker anderen Mannschaften was den Spielrhythmus angeht hinterher. "Ich hoffe, dass wir am Sonntag gegen den SC Waldniel irgendwie spielen können, der Platz an sich ist mir egal", sagt Hinsbecks Trainer Tom Neber. Große Lust, in der Woche Nachholspiele auszutragen, verspürt er nicht, zumal die Osterwoche wohl schon bereit steht für die ausgefallenen Partien. Neber weiß, dass es für eine Standortbestimmung im neuen Jahr noch viel zu früh ist. "Uns fehlt ganz einfach die Spielpraxis und damit auch der nötige Rhythmus. Ich denke, dass wir aus diesen Gründen mit einem Punkt gegen Waldniel sehr gut leben können", hofft Neber aber wohl auch auf eine ähnlich gute Leistung seiner Mannschaft wie im Hinspiel. Da gewannen die Hinsbecker nach einer starken Vorstellung verdient in Waldniel. "Unser Ziel sollte erst einmal sein, in der Defensive möglichst lange gut zu stehen und den Waldnielern keine großen Chancen zu geben", richtet Neber den Blick auf eine gute taktische Grundordnung. Und fügt hinzu: "In einem Derby ist aber oft auch die Tagesform entscheidend."

Die wollen auch die Amerner zu Hause gegen den TSV Krefeld-Bockum hinlegen. Die Krefelder kämpfen als Landesligaabsteiger erneut um den Klassenerhalt. Und das seit dem ersten Spieltag. Das hat auch Rainer Bruse erkannt, und deswegen ist die Situation auch nicht einfach am kommenden Sonntag. "Die Ausgangslage ist ausgeglichen. Die Bockumer haben sich in der Winterpause verstärkt und müssen natürlich so langsam anfangen zu gewinnen." Dennoch sieht er seine Jungs aufgrund der Tabellensituation in der leichten Favoritenrolle. Und um dieser Rolle auch gerecht zu werden, haben die Amerner in dieser Trainingswoche sehr viel Wert auf taktische Spielformen gelegt. Weniger üben, mehr spielen hieß die Devise. Denn: "Physisch ist die Mannschaft in einem guten Zustand, da mache ich mir keine Gedanken."

(RP)