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Eisschnelllauf: Michaele Mewißen holt drei Medaillen bei Ü30-Winterspielen in Innsbruck

Eisschnellauf : Drei Medaillen bei den Ü30-Winterspielen in Innsbruck

Die Brüggenerin Michaele Mewißen gewann einmal Silber und zweimal Bronze im Eisschnelllauf. Die 36-Jährige überzeugte aber nicht nur auf dem Eis.

Die aus dem Brüggener Ortsteil Lüttelbracht kommende Michaele Mewißen hat an den Winterspielen der Generation Ü30 in Innsbruck teilgenommen. „Sie waren größer als die letzten olympischen Winterspiele 2018 mit über 3000 Sportlern aus 56 Nationen in zwölf Wintersportarten“, sagte die 36-Jährige. In der Olympiaworld war die Eisschnellläuferin des EC Grefrath, die 1992 in der dritten Klasse an der katholischen Grundschule Born-Lüttelbracht bei der Talentsichtung und -förderung das erste Mal auf Schlittschuhen stand, für Deutschland am Start und errang überraschenderweise direkt am ersten Tag zwei Bronzemedaillen über 500 Meter (52,56 Sekunden) und 3000 Meter (5:48,09 Minuten).  

Am zweiten Tag sicherte sie sich dann im direkten Duell gegen ihre Landsfrau Anna Arlt mit neuer Bestzeit von 9:47:84 Silber über 5000 Meter. Den Abschluss bildeten für sie – als bevorzugte Langstreckenläuferin – die 10.000 Meter, die nur noch ganz selten von Damen gelaufen werden. Dort musste sie sich der neuen Weltrekordhalterin der Masters-Altersklasse 35, Eva Riemersma (Niederlande) geschlagen geben (Silber: 20:48,76).

Ungewöhnlich ist die Körpergröße von Michaele Mewißen – mit 1,87 Metern. „Im Verein bin ich die größte und bei den Spielen war ich eine der größten Eisschnellläufer“, sagt sie. Die gebeugte Haltung beim Eisschnelllauf macht ihr nichts. „Vom Rücken her ist das kein Problem, aber ich laufe dabei nicht in der optimalen Beinposition.“ Seit 1999 läuft sie NRW-Meisterschaften sowie Hessische und Deutsche Meisterschaften bei den Masters ab 30 Jahre. Mewißen, die dreimal die Woche auf dem Eis trainiert, schaffte auch schon mehrmals die 100 Kilometer auf dem Weißensee. Doch nicht nur auf dem Eis zeigte die NRW-Landesbeamtin während der Ü30-Winterspiele ihr Können, sondern auch auf der Bühne in der Masters Village mitten in der Innsbrucker Innenstadt.

„Im Vorfeld suchten sie Athleten, die außer ihrer Sportart noch ein anderes Hobby haben und es auf der Bühne präsentieren möchten“, sagt Michaele Mewißen, die fünfmal in Folge Bundesmeisterin im Fahnenschwenken wurde. So demonstrierte die Aktive und Trainerin des Fahnenschwenkens zu Beginn der Masters Games diese rheinische Tradition. Allerdings stand sie nicht auf der Bühne, sondern aus Platzgründen mitten unter den Zuschauern. Das Masters Village war der kulturelle und soziale Treffpunkt für alle Athleten, Begleitpersonen, Einheimische und Gäste des größten Wintersport-Festivals für über 30-Jährige. „Spannende Attraktionen und heimelige Atmosphäre machten das wirklich zu einem Erlebnis“, sagt sie zu ihren dortigen Erlebnissen.

Der Mönchengladbacher Marian Kowalkowski (M60-64) holte in Seefeld derweil bei Innsbruck im Langlauf klassischer Stil über 7,5 und 15 Kilometer jeweils den neunten sowie über 30 Kilometer den zehnten Platz. Als Eisflitzer verbuchte er über 500 Meter als 13. 54,00 und über 10.000 Meter als Sechster 20:41,38.