Fußball : Eine gute Halbzeit reicht

Der TV Lobberich siegt dank einer deutlichen Steigerung in der zweiten Hälfte 41:28 gegen die Moerser Adler. Damit kommt das Team der Meisterschaft wieder einen Schritt näher. Süchteln und Kaldenkirchen verlieren.

Verbandsliga Das Partylied schallt durch die ganze Werner-Jaeger-Halle: "Hey, was geht ab. Wir feiern die ganze Nacht." Doch nach Feiern ist es Lobberichs Trainer Manfred Wählen noch nicht zumute. Die Anspannung steht ihm ins Gesicht geschrieben. Der Trainer lebt und leidet mit seiner Mannschaft. "Ich muss erst einmal etwas trinken", sagt er erschöpft. Dabei deutet das 41:28 gegen die Moerser Adler auf den ersten Blick auf einen ziemlich entspannten Vormittag hin. Doch weit gefehlt.

Drei Liedtke-Brüder — 18 Tore

Der Tabellenführer brauchte eine Halbzeit, um sich nach dem Höhenflug des Sieges in Vorst auf das Kellerkind einzustellen. Die Gäste spielten in dieser ersten Halbzeit durchaus ordentlich mit. Sie hatten einige Male die Möglichkeit, in Führung zu gehen. "Es war schwierig, die Mannschaft nach Vorst zu motivieren", gestand Wählen. Das Tempo passte nicht und die Abwehr stand nicht sicher. Von daher durften sich die abstiegsbedrohten Gäste beim 15:17-Rückstand zur Pause noch Hoffnung machen.

Die schwand jedoch mit jeder Sekunde in der zweiten Hälfte mehr. Lobberich kam mit einer defensiveren Abwehr aus der Kabine. Martin Pieper wechselte ins Tor und lieferte ein gutes Spiel. Also führten die Lobbericher zügig 22:17. Das Spiel war gelaufen. Der TV drehte nun auf, zeigte schöne Kombinationen, die vom 39. Treffer, einem Tor nach Kempa-Trick, gekrönt wurden. Außerdem bejubelten die Lobbericher Fans die Tore des Jüngsten in besonderer Weise. Benedikt Liedtke, der jüngere Bruder von Tobias (9) und Christopher (5), erzielte von Linksaußen gleich vier Tore.

Der TSV Kaldenkirchen bleibt sich selbst treu und findet nach wie vor keine Konstanz. Dem Sieg gegen Süchteln folgte in Mülheim die Enttäuschung auf dem Fuß. Der TSV unterlag 27:33 (14:15).

Das Team holte in der ersten Hälfte einen deutlichen Rückstand auf und ging nach der Pause sogar in Führung. Einige Zeitstrafen und Wechsel brachten den TSV in der Endphase aber aus dem Rhythmus. Die Gastgeber, die läuferisch deutlich mehr Engagement zeigten als der TSV, legten drei Tore vor. Dies konnte Kaldenkirchen in der offenen Manndeckung nicht mehr aufholen. "33 Gegentore sind zu viel. Vor allem die billigen Gegenstoßtore haben uns ins Mark getroffen", meinte Trainer Werner Konrads.

Der ASV Süchteln unterlag der Turnerschaft Lürrip 20:32 (7:14). "Es war wenigstens nicht so ein Debakel", meinte Trainer Guido Justen. Er war insbesondere mit der zweiten Hälfte seiner Mannschaft zufrieden. Zur kommenden Saison in der Landesliga verstärkt sich der ASV mit Tim Beier aus Dülken, Matthias Hofer aus Anrath und René Weber aus Fischeln.

(RP)