Fußball : Ein spätes Unentschieden

Der 1. FC Viersen erreicht gegen die Sportfreunde Baumberg ein 1:1. Marijan Mustac gleicht das späte Führungstor der Gäste kurz vor Schluss per Foulelfmeter aus. Die Viersener waren das bessere Team.

Niederrheinliga Nando di Buduo hätte zum Helden werden können. Doch nun stand der Stürmer mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf an der Werbebande. Als sich seine Mannschaftskollegen längst auf dem Weg in die Kabine befanden, schleppte der 25-Jährige die Auswechselbank müde über den Platz. "Die Mannschaft hat mir ein paarmal vertraut. Es lag an mir. Ich bin sehr enttäuscht", sagte er mit traurigem Blick. Allein in der ersten halben Stunde vergab di Buduo mehrere hochkarätige Chancen. Zwei Mal schob er den Ball völlig frei stehend am langen Pfosten vorbei. Einmal parierte Baumbergs Keeper glänzend.

Überraschende Führung der Gäste

Die Gäste, vom ehemaligen Viersener Coach Jörg Vollack trainiert, hätten sich über einen Rückstand zur Pause nicht beschweren dürfen. Der 1. FC Viersen war das bessere Team, engagiert, mit dem Drang nach vorne, aber unglücklich im Abschluss. Es war zum Haare raufen. Erst recht in der zweiten Hälfte, als die Baumberger das Spielgeschehen besser in den Griff bekamen und Viersen ab und an Mühe hatte, sich zu befreien. Als man sich langsam mit dem 0:0 anzufreunden schien, traf der eingewechselte Jannik Weber neun Minuten vor dem Ende nach einer Hereingabe von der linken Seite zur überraschenden Führung der Gäste.

Der 1. FC wirkte aber keineswegs geschockt. Fabio Ribeiro setzte in der 85. Minute frei stehend einen Ball über das Tor. Knapp eine Minute später war er schon wieder auf Weg in Richtung Tor. Reindolf Adu holte ihn im Laufduell an der Strafraumgrenze von den Beinen. Es gab Rot für Adu und wenig später auch Gelb für Baumbergs Keeper, der die Ausführung des fälligen Elfmeters behinderte. Marijan Mustac behielt trotzdem die Nerven. Der Blondschopf traf zum überfälligen und verdienten Ausgleich.

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"75 Minuten lang waren wir die bessere Mannschaft. Wir machen das gut. Unsere Chancen waren herausgespielt. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben. In unserer Situation wäre ein Niederlage heute ein Genickschlag gewesen", analysierte Trainer Willi Kehrberg.

Aber so weit kam es nicht. "Hier stimmt es. Kompliment an die Jungs. Wir haben allen Kritikern bewiesen, dass wir ein Team sind", meinte di Buduo. Es sei ein Aufwärtstrend erkennbar, bei der jungen Mannschaft und bei ihm selbst. Nach zwei Muskelfaserrissen kurz hintereinander und einer langen Pause ist er noch nicht ganz wieder der Alte. "Aber es wird von Woche zu Woche besser", sagte der Stürmer, der seit 2008 in Viersen spielt und mit seinen 25 Jahren schon zu den Senioren im Team gehört.

(wiwo)
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