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Sportlerwahl: Ein Hoffnungsträger des Tretrollersports

Sportlerwahl : Ein Hoffnungsträger des Tretrollersports

Der 17-jährige Florian Küppenbender kann bereits auf mehrere Weltmeistertitel im Tretrollerfahren zurückblicken. Als der Dilkrather zur Altersklasse der Pupills zwischen zehn und zwölf Jahre gehörte, holte er im niederländischen Campen die WM-Ehren im Sprint (400 m), Kriterium (13 km) und im Marathon – in diesem Falle waren es nur 24 Kilometer.

Der 17-jährige Florian Küppenbender kann bereits auf mehrere Weltmeistertitel im Tretrollerfahren zurückblicken. Als der Dilkrather zur Altersklasse der Pupills zwischen zehn und zwölf Jahre gehörte, holte er im niederländischen Campen die WM-Ehren im Sprint (400 m), Kriterium (13 km) und im Marathon — in diesem Falle waren es nur 24 Kilometer.

Zwei Jahre später in Italien bei den Kadetten (13-15 Jahre) schaffte er WM-Gold über 13 Kilometer. Letztes Jahr fuhr er bei der WM in St. Wendel jeweils Bronze über 400 Meter und im Marathon (42,195 km) heraus.

Klaus Küppenbender, sein Vater, ist seit 13 Jahren begeisterter Tretrollerfahrer. "Florian ist immer mit gewesen und fing selber mit acht Jahren mit einem kleinen Wettkampfroller zu fahren an", erzählt er. Drei- bis viermal die Woche trainiert Florian Küppenbender um die 50 Kilometer. "Die muss ich alleine fahren, weil ich hierzulande keine Trainingspartner habe. Meine Sportart ist nicht allzu stark verbreitet." Wenn er Rennen fährt, liegt seine Durchschnittsgeschwindigkeit bei 28 Stundenkilometern. "Die 400 Meter fahre ich mit 36 Stundenkilometern. Bei 13 Kilometer liegt sie bei 30", sagt Küppenbender.

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Er fährt einen Wettkampfroller mit Aluminiumrahmen, der nur 5,9 Kilogramm wiegt — bei seinem Gewicht von 77 Kilogramm und 1,90 Meter Körperlänge. Der Roller hat zweimal 28-Zoll-Bereifung und ist mit einer Vorderradbremse ausgestattet. "Er ist speziell für mich gebaut worden. Wir mussten die Maße angeben für Radstand, Radgröße und Bodenfreiheit", sagt der Dilkrather. Kein Fahrer schafft mehr als 1000 Meter, wenn er mit einem Bein fährt. Alle fünf bis sechs Pedaltritte wechselt er daher das Bein. Bei der letzten EM fuhr er als Junioren-Europameister seine schnellste Zeit im Marathon und belegte im Gesamtklassement der Männer den neunten Platz. Zeit und Platzierung räumen ihm gute Chancen für die Zukunft im Tretrollersport ein.

Nächstes Jahr kommt er in die Seniorenklasse (18 bis 40 Jahre). Er ist optimistisch: "Da ist zeitmäßig noch viel Luft nach oben. Wenn ich bei den Senioren mitmischen will, muss ich meinen Trainingsaufwand noch enorm steigern." Im letzten EM-Vorkampf war er schon greifbar nahe am 400-Meter-Weltrekord der Junioren. "Ich werde in diesem Jahr kaum noch eine Möglichkeit haben, diesen zu unterbieten." Zurzeit ist er noch in der Jugendkader-Förderung und bekommt sein Startgeld erstattet und Prämien für Siege. Der Deutsche Tretrollerverband lädt ihn dreimal im Jahr zum Kadertraining ein. Sein Vater ist Vorsitzender des Deutschen Tretrollerverbandes. "Unser Sport kommt gut bei Senioren aus anderen Sportarten an, die dann eine neue sportliche Herausforderung darin suchen", sagt er.

(off)