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Fußball: Ein Bezirksliga-Duell mit einer großen Tradition

Fußball : Ein Bezirksliga-Duell mit einer großen Tradition

Es hat schon unzählige Geschichten geschrieben, das Schwalmtaler Derby zwischen dem SC Waldniel und Fortuna Dilkrath. Seit nun mehr elf Jahren treffen die beiden Fußball-Bezirksligisten ununterbrochen aufeinander - neben zehn Unentschieden in dieser Zeitspanne gewann Waldniel viermal, die Dilkrather setzten sich hingegen siebenmal durch. Und vor der nächsten Auflage des Lokalduells morgen (15.30 Uhr) in Waldniel ist die Fortuna nicht nur statistisch gesehen Favorit.

Aktuell spricht wenig dafür, dass die Waldnieler morgen etwas Zählbares in der Heimat behalten. Der Sportclub hat seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen, Dilkrath ist hingegen seit acht Partien ungeschlagen und möchte die tolle Serie fortsetzen. Björn Kox hofft, dass das Derby eine Initialzündung für den weiteren Verlauf der Rückrunde wird. "Der Hunger auf einen Derbysieg ist immer da. Wir sind klarer Außenseiter, wollen aber zeigen, dass wir auch was können", sagt Waldniels Trainer. Der Rückstand seines Teams auf den Relegationsplatz beträgt derzeit acht Punkte, wobei der VfL Willich aller Voraussicht nach noch drei weitere Zähler aus dem abgebrochenen Spiel beim SV Bedburdyck/Gierath erhalten wird. Verliert Waldniel also morgen, ist die Situation fast schon aussichtslos. Erschwerend kommt hinzu, dass gegen Dilkrath die beiden Keeper Sebastian Grund und Dennis Metten ebenso wie Marc Stapper, Niclas Kellers, Pascal Offermanns, Thomas Boers und Alex Stricker definitiv ausfallen.

Der Druck auf den SC Waldniel ist also so groß. Ganz anders sieht die Welt hingegen bei der Fortuna aus. Dilkraths Trainer Fabian Wiegers warnt seine Mannschaft aber ausdrücklich davor, den SCW auf die leichte Schulter zu nehmen. "Unabhängig davon, dass die Waldnieler am Donnerstag deutlich in Rheydt verloren haben, wird das ein ganz, ganz schweres Spiel", vermutet Wiegers. Zumal ihm die Leistungen der vergangenen Wochen noch ein paar Bauchschmerzen bereiten. "Unsere Form ist auch nicht so gut, auch wenn die Ergebnisse stimmen", erklärt er. Morgen muss Wiegers ohne den gelbgesperrten Niclas Hoppe auskommen. Doch auch ohne den Topscorer möchte Dilkrath seine Serie ausbauen.

(man)