Fußball : Ein Allrounder mit Torriecher

Die Fußballer von SuS Vinkrath haben in der Kreisliga B eine Aufholjagd gestar-tet. Beim 8:0 gegen Leuterheide erzielte Kevin Büssen gleich vier Tore.

Vinkrath (wiwo) Die Fußballer von SuS Vinkrath haben den Kampf um den Verbleib in der B-Liga angenommen. Mit drei Siegen in den ersten Pflichtspielen des Jahres in Folge lässt das Team aufhorchen. Am Sonntag schossen sich die Akteure mit den 8:0 gegen Leutherheide gewaltig den Frust von der Seele. "Das ist ein gutes Gefühl", sagte Kevin Büssen. Der Stürmer steuerte vier Tore zum klaren Sieg bei. "Das ist ein Mannschaftsverdienst. Mir sind die Tore unwichtig. Ich stand halt immer richtig", meinte Büssen

"Die Jungs haben in der Hinrunde als Tabellenletzter genug auf die Mütze bekommen und richtig gelitten. Jetzt dürfen sie sich auch freuen", sagt Trainer Dirk Flüggen, der das Team gemeinsam mit Co-Trainer Nico Huss in der Winterpause von Mario Hörnig übernahm. Mit dem neuen Trainerteam kam der Spaß am Toreschießen zurück. In der Hinrunde erzielten die Vinkrather 2015 lediglich 15 Tore. Nun sind es mit dem 3:1 gegen Kaldenkirchen, dem 2:0 in Dilkrath und dem 8:0 gegen Leutherheide in drei Spielen schon 13 Treffer. "Die Jungs machen es gut. Sie waren sehr verunsichert, aber im Moment läuft es", sagte Flüggen. In besonderer Weise auch für Kevin Büssen. Der 24-Jährige, der sich selbst als Allrounder bezeichnet, schätzt das neue Trainerteam. "Sie reden mit jedem Spieler und geben uns Vertrauen. Da fühlt sich jeder wertgeschätzt", sagt der Dachdecker, der schon als Dreijähriger erstmals für die Vinkrather kickte. "Wir haben großes Verletzungspech. Deshalb mussten wir einige Spieler ein wenig umfunktionieren", erklärt Flüggen, der vergangene Saison noch die Kaldenkirchens Frauen trainierte. In Bernd Wellen, Marcel Imdahl und David Strohmeier fallen drei Spieler aufgrund von Knieverletzungen aus. Kai Brüxkes laboriert an einem Bänderriss. Zwei weitere Spieler müssen aus beruflichen Gründen kürzer treten. Von daher spielte Büssen mal als Rechtsaußen, dann wieder als Sechser oder Zehner und nun im Sturm. "Ich habe eigentlich keine Lieblingsposition. Ich spiele da, wo ich gebraucht werde", sagt Büssen. Das Ziel für ihn ist klar definiert: nicht absteigen. "Wir schauen von Spiel zu Spiel. Wir möchten noch zwei, drei Plätze gutmachen und die Großen ein wenig ärgern", sagt Büssen. Damit kann das Team schon am Sonntag anfangen. Dann geht es zum Tabellendritten nach Waldniel.

(wiwo)
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