Eike Onnen wieder bei Hochsprung-Meeting in Viersen

Leichtathletik : Starkes Feld beim Hochsprung-Meeting

Für die 24. Auflage des hochkarätigen Wettbewerbs am 8. Juli hat unter anderen Eike Onnen gemeldet. Der Hannoveraner stellt sich der internationalen Konkurrenz und jagt noch die Norm für die Europameisterschaft.

Die Vorbereitungen auf die 24. Auflage des Internationalen Hochsprungmeetings der LG Viersen am Sonntag, 8. Juli, sind voll im Gange. Und es gibt wieder etwas zu feiern: Es ist das 20. Meeting unter Leitung des Fördervereins Viersener Hochsprung-Meeting. Der Förderverein gründete sich am 20. April 1999 im damaligen Lokal „Monte“, dem jetzigen Café Extrablatt. Fünf der acht Gründungsmitglieder sind heute noch im Verein tätig. Neben der Organisation, der finanziellen Absicherung ist auch die Förderung von Nachwuchsathleten Teil seiner Satzung.

Ob Nachwuchs oder Routinier: Die Teilnehmer beim Hochsprungmeeting stimulieren sich bei ihren Höhenflügen mit Musik, mal leise oder richtig laut, als würde ein Flugzeug über die Veranstaltung donnern. Und andere mögen es, wenn das Publikum sie mit kräftigem Klatschkonzert in die Höhe treibt, wieder anderen mögen es lieber mucksmäuschenstill. In Sachen Starterfeld sich schon viel getan. „Was uns besonders freut, ist, dass auch wieder Eike Onnen zugesagt hat“, sagt Meeting-Direktor Detlef Vieth. Onnen, der mit 2,34 Metern zu Buche steht, ist der Hochsprung-Meeting-Sieger von 2016 und war im gleichen Jahr Olympiateilnehmer. Der Hannoveraner sorgte vor zwei Jahren mit 2,30 Metern in Viersen für einen neuen Platzrekord. Den Viersener Meeting-Rekord hält aber der Italiener Giulio Ciotti mit 2,31 Metern, bereits vor zwölf Jahren aufgestellt. 2,30 Meter übersprangen mit Eike Onnen bereits fünf Teilnehmern. Eike Onnen muss noch die Pflichthöhe von 2,26 Metern für die Europameisterschaften in Berlin vom 7. bis 12. August springen, die bereits der Leverkusener Mateusz Przybylko mit 2,30 Metern und der Münchener Tobias Potye mit 2,27 Metern übersprungen haben. Sollte Eike Onnen nach der EM-Meldefrist (1. Juli) die EM-Pflichthöhe doch noch springen, so kann er hoffen, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband ihn als dritten Teilmnehmer nachnominiert. Eine Zusage für Viersen gab es auch vom Mexikaner Edgar Rivera mit einer persönlichen Besthöhe von 2,30 Metern und Sieger des Viersener Hochsprungmeetings von 2017.

Auch bei den Frauen scheint sich ein Klassefeld zu finden. Dazu gehört die Wattenscheiderin Viktoria Gottlieb, die von der einstigen Siebenkampf-Weltmeisterin Sabine Brauch trainiert wird. Die EM-Norm von 1,90 Metern hat sie bereits gesprungen. Sie ist in Viersen keine Unbekannte, war 2015 und 2017 Siegerin des Nachwuchsspringens. Das Frauenfeld bereichert die Mexikanerin Ximena Lizbeth Esquivel Guzman mit übersprungenen 1,91 Metern. „Sie kommt zu uns, weil sie von unserem Meeting gehört hatte und eine Europa-Tournee startet“, sagt Detlef Vieth. Auch dabei sind die Australierin Nicola McDermott (BL: 1,91) und die Schottin Nikki Manson (BL: 1,90). „Das fällt bei uns unter Nachwuchs, weil die Mexikanerin und die Australierin noch der U23 angehören“, meint Meeting-Direktor Detlef Vieth.

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