Fußball : Eigentlich nur eine Kopfsache

mit Trainer Josef Cherfi

Heute startet Landesligist SC Union Nettetal in die neue Spielzeit. Im Rahmen des traditionellen Sommerfestes treffen die Blau-Gelben um 18 Uhr auf Giesenkirchen. Stephan Mangels unterhielt sich mit Trainer Josef Cherfi über die neue Saison, in der Union erneut zu den Favoriten gezählt wird.

Nach sechswöchiger Vorbereitung geht es endlich los. Wo steht Ihre Mannschaft?

Cherfi Nach den Testspielen gegen Mannschaften aus Verbands- und Landesliga hätte ich gesagt, dass wir weit sind. Aber am vergangenen Sonntag haben wir gegen Bezirksligist Nievenheim mit dem 1:1 einen Rückfall erlitten. Das Rüstzeug ist sicherlich vorhanden. Aber wo wir genau stehen, werden wir erst in acht Wochen beantworten können.

Besonders vor dem Hintergrund, dass es sich um den Saisonauftakt handelt, zählt gegen Giesenkirchen doch nur der erfolgreiche Start, oder?

Cherfi Natürlich wollen wir einen guten Start hinlegen. Selbstverständlich möchten wir auch unseren Zuschauern ein gutes Spiel bieten. Abwarten, ob es uns auch gelingt. Die Spieler sind jedenfalls heiß auf den Auftakt. Wir hoffen auf viele Zuschauer, denn das würde der Mannschaft wirklich helfen.

Union hat trotz der phantastischen Rückrunde nur drei Heimspiele gewonnen. Wie wollen Sie einen erneuten Heimkomplex vermeiden?

Cherfi Wir haben in der Vorbereitung viele Heimspiele absolviert. Heimsiege sind besonders wichtig, wenn man an der Tabellenspitze mitspielen will. Aber eigentlich ist es nur eine Kopfsache. Egal, ob auswärts oder in Nettetal, unser Spielsystem ist eigentlich gleich.

Der Abgang von Benny Kracke ist zweifellos ein schmerzlicher Verlust. Ist er überhaupt zu kompensieren, oder werden Sie deshalb taktisch anders auftreten?

Cherfi Benny war ein immens wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft. Er hat sich jetzt leider entschieden, nicht mehr Landesligafußball spielen zu wollen. Wir waren alle sehr überrascht, müssen seine Entscheidung aber natürlich akzeptieren. Sebastian Vieten wird die Position spielen und er ist auch noch der bessere Fußballer. Insofern ist der Abgang mehr als kompensiert.

Union wird neben drei, vier anderen zu den großen Favoriten gezählt. Teilen Sie diese Meinung und sind Sie sich dieser Rolleg bewusst?

Cherfi Wenn man uns zu den Favoriten zählt, werde ich mich sicherlich nicht gegen diese Rolle wehren. Man wird aber sehr schnell sehen, ob wir ihr auch gerecht werden können. Unser Saisonziel ist ein Platz unter den ersten Sechs. Das Potential für ganz oben ist zweifellos vorhanden. Aber da muss auch wirklich alles passen und es dürfen uns auch keine Verletzungen zurückwerfen.

Wie Matthias Yakar, der mit einem Kreuzbandriss für noch unbestimmte Zeit ausfällt?

Cherfi: Ja genau. Aber wir hatten Glück und konnten recht kurzfristig Ersatz finden. Stürmer Christian Breuer vom GSV Moers stößt in den kommenden zwei Wochen zu uns.

Union gewinnt das Auftaktspiel gegen Giesenkirchen, weil...?

Cherfi ... wir die bessere Mannschaft sind, und weil wir eine bessere Vorbereitung gespielt haben.

(RP)