Triathlon : Dülkener Triathlet holt EM-Gold

"Kalli" Nottrodt fühlt sich eher auf den längeren Distanzen wohl. Dennoch holte er sich in Düsseldorf in der Altersklasse ab 65 im Sprint den ersten Platz.

Der aus dem Dülkener Bistard kommende "Kalli" Nottrodt vom M. Gladbacher TV 1848 hat einen weiteren Europameister-Titel im Triathlon abgeräumt. Mit einem Start-Ziel-Sieg schaffte Kalli Nottrodt den Titel bei den Sprintdistanz-Titelkämpfen in Düsseldorf nach 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen in der Altersklasse ab 65 Jahre.

"Ich kannte zwar einige meiner Gegner, aber nicht alle, die vielen Engländer schon mal gar nicht." Und er meinte noch: "Ich bin ja auch kein Sprinter, ganz im Gegenteil, mir liegen ja eher die längeren Strecken." Vor zwei Wochen war er bereits Mitteldistanz-Europameister in Dänemark geworden. Aber so leicht wollte er sich so nahe seiner Heimat nicht geschlagen geben. Den Vorsprung von drei Minuten, den er durch sein gutes Schwimmen in Düsseldorf herausholte, hielt er bis zum Schluss. Schwimmen im Hafenbecken (Wassertemperatur 24,5 Grad Celsius), dann die Treppe rauf zum Kai, der lange Weg bis in die Wechselzone, Helm auf, Startnummer an und rausschieben des Rads aus der Wechselzone. Mit dem Rad fuhr er die 20 Kilometer durch Düsseldorf in 35 Minuten. Zum einem Großteil fuhren die Teilnehmer auf der Originalstrecke des "Tour-de-France-Prologs" am kommenden Samstag. "Offenbar waren wir die Versuchskaninchen. Die engen Kurven, besonders am Ende der Brücken, waren schon eine Herausforderung", sagte Nottrodt mit einem Schmunzeln.

Zum Abschluss lief er noch fünf Kilometer am Rhein entlang: "Nach einem Kilometer wusste ich dann, dass ich einen Vorsprung von vier Minuten hatte. Auf der Sprintdistanz für mich eine Welt und kaum zu fassen." Unter den Augen seiner Ehefrau Astrid, die ihn die ganze Zeit kräftig anfeuerte, lief er am Düsseldorfer Fernsehturm nach 1:16:05 Stunden ins Ziel und holte sich überglücklich die verdiente Goldmedaille.

(off)
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