Fußball-Bezirksliga : Dülkener FC steht vor einer ungewissen Zukunft

Nach einer gruseligen Rückrunde stieg der DFC direkt wieder aus der Fußball-Bezirksliga ab. Ein großer Umbruch steht an.

Der Klassenverbleib würde ein hartes Stück Arbeit werden, prognostizierte unsere Redaktion in der Winterpause. Letzten Endes war es zu hart: Der Dülkener FC muss nach nur einer Saison in der Fußball-Bezirksliga wieder zurück in die Kreisliga A – und sieht einer ungewissen Zukunft entgegen.

Der Saisonverlauf Dabei belegten die Dülkener zum Jahreswechsel zumindest noch den 14. Platz. Doch bereits nach dem 2:2 gegen den FC Moers-Meerfeld zum Auftakt rutschte der DFC auf den Relegationsplatz ab. Auf den erneuten Punktgewinn in Dilkrath folgte wohl der Knackpunkt: Anfang März gab Trainer Matthias Denneburg seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. Ein Nachfolger war in Björn Kox zwar schnell gefunden, der Schock saß dennoch tief: Bis Anfang Mai setzte es sieben Niederlagen bei nur einem einzigen Sieg. Immer wieder hatte Denneburg etliche Ausfälle zu beklagen, sein Team bäumte sich aber dennoch auf und besiegte im Mai sowohl Tönisberg als auch den SV Lürrip, unterbrochen von einer 1:7-Klatsche in Mennrath. Weil aber auch die Konkurrenz nicht schlief, musste am vorletzten Spieltag ein Sieg her – und der wurde in Repelen verpasst. In der letzten Partie gegen TuRa Brüggen gab es somit nur noch Hoffnung auf den Relegationsplatz, doch Dülken verlor 0:3.

Das war gut Zumindest fehlenden Zusammenhalt konnte man der Mannschaft nicht vorwerfen. Selbst in den schwierigsten Momenten stand sie füreinander ein. Letztlich überwogen trotz einiger Lichtblicke aber die schlechten Ergebnisse.

Das war schlecht Das größte Problem war aber vermutlich die Distanz, die zwischen Mannschaft und Vorstand entstanden war. Denn während die Verantwortlichen Trainer Matthias Denneburg nach dessen Auskunft in der Rückrunde in Frage stellten, standen die Spieler voll hinter ihm. Sinnbildlich dafür war, dass die Verabschiedung der Trainer vor dem letzten Spiel gegen TuRa Brüggen äußerst bescheiden ausfiel. Diese internen Querelen trugen wahrscheinlich einen großen Teil dazu bei, dass der DFC nach der Winterpause gerade einmal elf Zähler holte.

Personalien Eine Verjüngung sei ohnehin geplant gewesen, verriet der Sportliche Leiter Markus Würde zuletzt in einer Pressemitteilung, doch er gab auch zu, dass dies aufgrund der Vielzahl an Abgängen umfangreicher vorgenommen werden müsse, als ursprünglich geplant. Neben Tobias Beier, der als Trainer bei Concordia Viersen einsteigt, haben auch Marc Peter, Andre Schinkels, Tim Buscher, Patrick Hinz (alle TSV Boisheim), Dominik Vaassen, Denis Spanke, Niclas Kellers (alle SC Waldniel), Nils Wüsten (1. FC Viersen 05), Pascal Wüsten (TSF Bracht), Ali Aymirgen (TDFV Viersen), Joshua Kilian Strohfeldt (1. FC Viersen 05 II), Benedict Krüger (SV Kuckum), Marvin Schmidder (SC Broich-Peel) sowie Timo Böcken (Co-Trainer Victoria Mennrath II) den Verein verlassen. Demgegenüber stehen in Yasar Can Yildirim (TuRa Brüggen U19), Roy Rütten (SG Dülken), Alexander Stricker, Niklas Hanrath, Pascal Hoffmann, Kevin Wolfs und Sidy Sangho (alle SC Waldniel) bisher sieben Neuzugänge – weitere, auch aus den Reservemannschaften, sollen folgen.

Die Vorbereitung Der Dülkener FC ist am 1. Juli in die Vorbereitung gestartet, beim Grenzland-Cup kam das Aus in der Vorrunde am Mittwoch. Das nächste Testspiel steht am Sonntag (15 Uhr) beim Bezirksligisten SSV Grefrath an.

Mehr von RP ONLINE