Handball : Dülken will die Klasse halten

Im Vergleich zu den anderen Mannschaften in der Oberliga scheint die SG aufgrund ihrer finanziellen und personellen Mitteln nicht konkurrenzfähig. Doch mit Teamgeist sollen Überraschungen gelingen.

Keine Frage: Wenn es um den heißesten Abstiegskandidaten in der am Samstag beginnenden Oberliga-Saison geht, steht die SG Dülken ganz oben auf der Liste. Das war in der Vergangenheit schon so. Und das bleibt es auch in diesem Jahr. Selbst aus Dülkener Sicht ist das keine Schwarzmalerei, sondern Realität. Dülken bereitet sich auf eine spannende, anstrengende und harte Saison vor, an deren Ende im optimalen Fall der Klassenerhalt stehen soll.

Auftakt gegen Langenfeld

Morgen beginnt das Team mit dem Spiel gegen die SG Langenfeld (19.15 Uhr, Ransberg) "Wir möchten gerne in der Klasse bleiben, auch wenn das im Moment vielleicht etwas vermessen klingt", sagt Trainer Jürgen Thomas. Gemeinsam mit Achim van Heinsberg trat er Anfang des Jahres die Nachfolge von Goran Sopov an. Es ist gewiss kein leichtes Amt für die Beiden, aber eines, dass Spaß macht, weil die SG vom Teamgeist getragen wird. Die Dülkener wissen, dass sie im Vergleich zu den anderen Konkurrenten in der Liga im Normalfall kaum eine Chance haben, weil der Kader klein ist und die finanziellen Möglichkeiten fehlen, um personell nachzulegen. Das schweißt zusammen und führte die SG in den letzten Jahren immer wieder zu erstaunlichen Leistungen.

Im Vorfeld dieser Saison aber hat es die SG mächtig erwischt. Die Liste der Verletzten und Angeschlagenen ist deutlich länger als die der fitten Spieler. Sieben Spieler — Mark Kämmerling, Pascal Mertens, Fabian Reich, Lars Brandenburg, Max Greven sowie die Neuzugänge Jan-Philip Walch und Konstantin Knopf — sind nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. "Drei Viertel davon werden trotzdem spielen", sagt Thomas. Anders ginge es auch nicht, denn fit sind nur Florian Krüger, René Landwehrs und Niklas Voß sowie die Torhüter Patrick Dönni, Hendrik Nietsch und Oldie Didi Grotelaers, der mit 50 Jahren die Herausforderung Oberliga noch einmal angeht.

Ob Roger Vaziri, der sich auch als Fußballtorhüter in Lürrip versucht, spielen kann, weiß Thomas noch nicht. Definitiv passen muss Lars Brandenburg, nachdem er sich die Schulter ausgekugelt hat. "Es ist zwar nichts gerissen, aber das dauert noch ein paar Monate", sagt Thomas. Gegen Langenfeld muss die SG also improvisieren. Unter Umständen müssen auch Routiniers aus der Zweiten mithelfen. "Langenfeld ist ein guter Gegner", sagt Thomas.

(wiwo)
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