Drei Tore von von Eigengewächs Luca Dorsch für TuRa Brüggen

Spieler des Tages : Tore von Eigengewächs lassen Brüggener weiter träumen

Am Wochenende traf der 18-jährige Luca Dorsch gegen Meerfeld dreimal für die Bezirksliga-Fußballer der TuRa. Das rettende Ufer ist wieder in Sicht.

Last-Minute-Siege sind im Fußball zweifelsfrei etwas ganz Besonderes. Ist man selbst der Torschütze und der Erfolg wichtig für die eigene Mannschaft, bekommt ein solcher Moment gar etwas Magisches. Luca Dorsch vom Bezirksligisten TuRa Brüggen gelang dieses Kunststück in der Partie beim FC Moers-Meerfeld: Der 18-Jährige, der zuvor gleich zweimal einen Rückstand egalisiert hatte, traf in der 89. Minute und bescherte seinem Team mit seinem dritten Tor drei Punkte, mit denen es sich im Abstiegskampf zurückmeldete.

„Wenn wir so weiterspielen, ist der Klassenerhalt nicht unrealistisch“, sagt Dorsch. Damit gerechnet hatten zur Winterpause wohl niemand: Nach 19 Spielen belegten die Brüggener mit zehn Punkten den letzten Platz, der Rückstand auf den nun eingeholten Dülkener FC betrug zehn Zähler. „Ich denke, dass der Aufschwung sowohl mit den Winter-Neuzugängen als auch mit der Rückkehr verletzter Spieler zusammenhängt“, erklärt der Stürmer, der eigentlich noch für die A-Junioren der TuRa auf Torejagd gehen könnte. Aber weil Jakob Scheller nach der Übernahme des Trainerpostens ein Problem im Angriff sah, setzte er auf Dorsch, der die Vorbereitung im Bezirksliga-Team absolvierte. „Nach den ersten Einheiten und Testspielen habe ich mich bereits wohlgefühlt“, erinnert sich Dorsch. Und weil Scheller von den Qualitäten des Youngsters überzeugt war, berief er ihn in seinen Kader.

Dort gehörte er von Beginn an zum Stammpersonal und hat bis heute nur vier Minuten weniger absolviert als Vizekapitän Daniel Schmidt, der die interne Rangliste anführt. Dennoch benötigte er eine gewisse Anlaufzeit, traf erst Ende November im Heimspiel gegen Dülken erstmals - dafür jedoch gleich dreifach. „Der Schritt aus dem Jugendbereich ist nicht einfach, und die schwierige Situation hat ihr Übriges getan“, erklärt Dorsch. „Dennoch glaube ich, dass es der richtige Schritt war. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit.“ Im Gegenzug schwärmt auch Scheller von seinem Schützling: „Trotz der anfänglichen Probleme war Luca immer trainingsfleißig und hatte eine gute Einstellung zur Sache. Er hat eine tolle Entwicklung genommen und belohnt sich nun auch für seinen Aufwand. Wenn er dann so ein Spiel macht wie am Sonntag, macht mich das natürlich stolz.“

Und auch in der kommenden Saison dürfen sich Scheller und alle Brüggener auf Auftritte des Stürmers hoffen, der seit der D-Jugend - mit Ausnahme eines einjährigen Intermezzos beim FC Wegberg-Beeck - seine Schuhe am Vennberg schnürt. Dabei ist es für Dorsch zweitrangig, in welcher Liga TuRa Brüggen dann spielt: „Der Trainerstab sowie die Kameradschaft im Team waren die ausschlaggebenden Gründe.“

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