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Fußball: Donnerstag, 12 Uhr: Das dritte Länderspiel in Viersen

Fußball : Donnerstag, 12 Uhr: Das dritte Länderspiel in Viersen

Die U15 des DFB trifft am Hohen Busch auf Südkorea. 1. FC-Boss Klaus Fleßers ist enttäuscht, weil das Interesse der Schulen gering ist.

Bei der Premiere war viel Fußballprominenz da. Sogar Berti Vogts war aus dem nahen Kleinenbroich gekommen. Der frühere Borusse gehörte 1986 dem Trainerstab des Deutschen Fußball-Bundes um Franz Beckenbauer an und schaute zu beim EM-Qualifikationsspiel des deutschen U16-Nachwuchses gegen Italien am Hohen Busch in Viersen. Das deutsche Team unterlag und verspielte die EM-Teilnahme.

Beim 1. FC Viersen ist dieser 12. März 1986 unvergessen. "12 000 Zuschauer fanden den Weg ins Viersener Stadion – das ist Rekord für eine Sportveranstaltung in Viersen. Weit über 100 Busse waren im Umfeld des Stadions geparkt. Es herrschte eine tolle Stimmung. Die Späher fast aller Bundesligavereine saßen auf der Tribüne, um die deutsche Jugendfußball-Elite zu sichten" – so wird das Ereignis in der Vereinschronik gewürdigt.

2009 gab es das zweite Länderspiel in Viersen. Dieses Mal spielte die U15 des DFB gegen die USA. Vor vier Jahren kamen 2800 Zuschauer. Zum deutschen Team gehörte auch der Borusse Kevin Holzweiler. Er begeisterte die Zuschauer mit einigen hübschen Dribblings. Inzwischen hat Holzweiler einen Profivertrag.

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Ein junger Borusse ist nicht dabei, wenn es am Donnerstag um 12 Uhr das dritte Nachwuchsländerspiel am Hohen Busch gibt. Wieder kommt die U15 des DFB, der Gegner ist Südkorea. Beide Teams treffen auch heute in Bottrop aufeinander.

"Für unseren Verein ist es eine große Wertschätzung, wenn wir ein Länderspiel ausrichten dürfen", sagt Fleßers, Boss des 1. FC Viersen, der das Spiel auf DFB-Geheiß ausrichtet. Zudem sei ein solches Spiel stets "ein Aushängeschild für die Stadt". Das ist in der Viersener Bevölkerung offenbar noch nicht so recht angekommen. Nur 500 Tickets waren bis gestern verkauft. Da hatte sich Fleßers doch etwas mehr erhofft. "Schade und enttäuschend ist, dass die Resonanz gerade bei den Schulen so gering ist. Wir haben alle Schulen in der Stadt und im Kreis angeschrieben", sagt er.

So war es auch 1986. "Der Regierungspräsident hatte genehmigt, dass alle Schulen im Bereich Düsseldorf an diesem Tage einen Schulwandertag durchführen konnten. Der Vorstand hatte alle Schulen angeschrieben", heißt es in der 1. FC-Chronik. "Heute", weiß Fleßers, "können die Schulleiter selbst entscheiden, so eine Veranstaltung zu besuchen" Er hofft, dass einige Lehranstalten doch noch ihre Schüler zum Spiel schicken – und auch andere Fußballfreunde noch kurzfristig kommen. "Wann kann man schon mal ein Länderspiel vor der Haustür anschauen?", sagt Fleßers.

Tickets Tribüne 5 Euro, Stehplatz 3 Euro, Schüler (mit Sammelkarte) 1 Euro.

(RP)