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Dominik Dohmen vom SC Union Nettetal Spieler des Tages

Spieler des Tages : Mit unbändigem Willen in die Rolle der Führungskraft

Dominik Dohmen ist beim Fußball-Oberligisten der Spieler mit den meisten Einsatzminuten. Auch beim Heimsieg gegen Hiesfeld überzeugte er voll.

Die Schlussphase einer Saison bietet oftmals Platz für große Geschichten. Gerade wenn es noch um etwas geht, sind Spieler gefragt, die vorangehen. Der SC Union Nettetal kämpft in der Fußball-Oberliga noch immer um den Klassenerhalt. Ein Glück, dass Trainer Andreas Schwan auf Dominik Dohmen vertrauen kann.

Mit dem 4:0-Heimerfolg über den bereits abgestiegenen TV Jahn Hiesfeld verließ der Sportclub vor dem letzten Spieltag die Abstiegsplätze wieder. Einen großen Anteil daran hatte Dohmen, wenngleich er keinen Treffer selbst erzielte oder direkt vorbereitete. Von der linken Außenbahn ins Mittelfeld versetzt, war er an fast jeder guten Szene seines Teams beteiligt. „Wir waren uns darüber im Klaren, dass sie befreit aufspielen können und das auch gewisse Gefahren bergen kann“, erklärt der 27-Jährige. „Aber wir haben den Fokus voll und ganz auf diese Aufgabe gelegt.“ Mit doppeltem Erfolg, denn weil zeitgleich sowohl der SC Düsseldorf-West als auch der ETB Schwarz-Weiß Essen verloren, befindet sich Union vor dem Saisonfinale rein tabellarisch gesehen in der besten Ausgangsposition.

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Allerdings, und schwerer könnte die Aufgabe nicht sein, wartet dann der VfB Homberg auf den Aufsteiger. Nur ein einziges Spiel hat der Meister in der ganzen Saison bisher verloren. Aber um sicher die Klasse zu halten, brauchen die Nettetaler eben einen Sieg. „Der Ernst der Lage ist uns absolut bewusst“, sagt Dohmen, „aber wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir mithalten können.“ 1:1 endete die Partie im Dezember. Sollte der große Coup am Ende gelingen, wäre das für den gesamten Verein eine ganz große Sache: „Die Oberliga ist ein absolutes Highlight für den Verein. Gerade für die jungen Spieler ist es etwas Besonderes, in Stadien mit großer Tradition spielen zu dürfen. Und der Vorstand, das Trainerteam und die gesamte Mannschaft hat das einfach verdient.“

Und Dohmen sowieso: In der gesamten Spielzeit verpasste der Linksfuß gerade einmal ein Spiel aufgrund seines Trainerjobs in der Jugend von Borussia Mönchengladbach, mit 2859 Einsatzminuten ist er unangefochtener Spitzenreiter in dieser Kategorie. Dass das in dieser Form möglich ist, ist seinem unbändigen Willen zu verdanken. Denn nach einer schweren Knieverletzung, die drei Operationen nach sich zog, blieb Dohmen 2016 und 2017 ohne einen Pflichtspieleinsatz und kämpfte sich mühsam zurück.

In der Rückrunde der Vorsaison gab er sein Comeback und stand in den Relegationsspielen gegen Niederwenigern über die volle Distanz auf dem Platz. Wie wichtige Spiele gehen, weiß er also. Ein Glück, dass Andreas Schwan auf Dominik Dohmen vertrauen kann.