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Fußball: Dilkrather Offensivtalent auf dem Weg nach oben

Fußball : Dilkrather Offensivtalent auf dem Weg nach oben

Dass es bei der Fortuna in der Fußball-Bezirksliga gut läuft, liegt auch am 20-jährigen Ilir Tahiri. Gegen Grefrath traf er doppelt.

Schwalmtal Bei der Fortuna aus Dilkrath können sie aktuell nicht meckern. In der Fußball-Bezirksliga belegt die DJK nach einem guten Viertel der Saison den sechsten Tabellenplatz. Und es scheint, als hätte sich die mühsame Aufbauarbeit mit einer jungen Mannschaft ausgezahlt. "Wir gehören zu den jüngsten Teams der Liga, kennen uns jetzt aber schon ein paar Jahre. Jeder Spieler muss bei uns Verantwortung übernehmen, der Zusammenhalt ist enorm", erklärt Ilir Tahiri.

Der 20-jährige ist einer dieser jungen Wilden Dilkrather, traf jüngst beim 4:3-Heimsieg gegen den SSV Grefrath doppelt und ist mit seinen sieben Saisontoren ein Grund dafür, dass die Fortuna schon jetzt fast so viele Punkte auf dem Konto hat wie nach der vergangenen Hinrunde. Nachdem der Abstieg zweimal in Folge nur hauchdünn verhindert werden konnte, spielt Dilkrath in diesem Jahr erfrischenden Offensivfußball und entzauberte zu Beginn des Monats sogar den Ligatopfavoriten aus St. Tönis mit 5:1. "Im Vergleich zum letzten Jahr sind wir vorne jetzt immer für ein Tor gut. Da haben wir einen großen Sprung nach vorne gemacht", sagt Tahiri, der aber trotzdem auf dem Boden bleiben möchte: "Wir wissen, wer wir sind und welche Qualitäten wir haben. Natürlich bleibt unser Ziel immer noch der Klassenerhalt."

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Nach fünf Siegen in den vergangenen sechs Pflichtspiele sei man vor dem kniffligen Dreierpack gegen den Rheydter SV, die SG Kaarst und die Holzheimer SG aber durchaus selbstbewusst: "Vielleicht haben diese Vereine andere Ambitionen als wir, aber wir wollen jedes Spiel gewinnen, wenn wir auf dem Platz stehen. Ich freue mich schon richtig." Dass der Offensivmann in dieser Spielzeit seinen Torriecher entdeckt hat, habe mit einer taktischen Umstellung zu tun: "Ich versuche, als Außenspieler häufiger in die Tiefe und in den Strafraum zu gehen." Das Resultat spricht für sich: Allein in seinen letzten vier Spielen kommt Tahiri auf neun Scorerpunkte. Nachdem der Flügelflitzer in der B-Jugend vom SC Waldniel nach Dilkrath gewechselt war, gelang ihm genau wie vielen seiner Teamkollegen 2015 der Sprung aus der Jugend in den Bezirksliga-Kader. In der vergangenen Rückrunde setzte er allerdings aus, nachdem ihn ein Jura-Studium nach Bonn verschlagen hatte. "Ich habe dann aber im zweiten Semester gemerkt, dass das nichts für mich ist", sagt er. Nun ist Tahiri zurück in der Heimat und absolviert eine Ausbildung bei der Sparkasse. Sein jüngerer Bruder Albin spielt übrigens beim Ligakonkurrenten aus Brüggen. Die Hoffnung, ihn nach Dilkrath lotsen zu können, hat er noch nicht aufgegeben: "Das ist natürlich ein Wunsch von uns, mal zusammen zu spielen. Wenn es vorher nicht passt, dann zur Not halt erst bei den Alten Herren." Bis dahin ist es für Tahiri allerdings noch ein langer Weg.

(cpas)