Fußball : Dilkrath beeindruckt im Derby

Während Tabellenführer Nettetal gegen Büderich strauchelt, verkürzt Dilkrath mit einer starken Leistung den Vorsprung auf die Spitze. Waldniel verliert und auch Hinsbeck schafft den Befreiungsschlag nicht.

Fussball-Bezirksliga Nur noch drei Punkte trennt Fortuna Dilkrath von der Spitze. Zum Einen, weil die Mannschaft von Andreas Hager im Derby gegen Kaldenkirchen stark aufspielte und zum Anderen, weil Tabellenführer Nettetal im Heimspiel gegen Büderich seine Chancen nicht nutzte. Der SC Waldniel verliert gegen starke Linner und Rhenania Hinsbeck zahlt nach einem schwarzen Tag weiterhin Lehrgeld.

TSV Kaldenkirchen - Fortuna Dilkrath 0:5 (0:3) "Wenn nicht alle 100 Prozent geben, dann wird es in so einem Spiel schwierig", zeigte sich Kaldenkirchens Co-Trainer, Jochen Heußen, der Helmut Mertens vertrat, kritisch. Seine Mannschaft zahlte an diesem Tag Lehrgeld, wurde von spielstarken, effektiven Dilkrathern oftmals ausgekontert. Bereits zur Halbzeit stand es 0:3 für die Gäste.

Die ersten beiden Tore erzielte Rico Hildebrand. Andreas Hager, Trainer der Dilkrather, hatte nach Abpfiff hingegen nur wenige Kritikpunkte: "In der ersten Hälfte haben wir die ein oder andere Großchance zugelassen. Das darf uns nicht passieren. Insgesamt bin ich sehr froh darüber, wie sich das Team heute präsentiert hat. Wir sind als Mannschaft aufgetreten." Für Heußen, dessen Team sich mit sieben Punkten im Tabellenmittelfeld befindet, gilt es nun, sein Team wieder aufzubauen: "Wir müssen das Spiel schnell abhaken und weiterhin konzentriert arbeiten."

VfR KR-Fischeln II - Rhenania Hinsbeck 4:0 (1:0) Auch diesmal klappte der Befreiungsschlag heraus aus dem Tabellenkeller nicht. Im Spiel gegen hochmotivierte Fischelner lief für Rhenania Hinsbeck nicht viel zusammen — sie präsentierte sich in der Defensive nicht sattelfest und vorne harmlos. Tom Neber, Trainer der Gäste, fand kritische Worte: "Ich habe heute die Einstellung bei meinen Spielern vermisst. Ob es Überheblichkeit war, kann ich nicht sagen. Das müssen wir erstmal aufarbeiten." Bei den Gastgebern, die auf sieben Spieler aus der Ersten Mannschaft zurückgriffen, erwies sich Muhammed Gergery als besonders treffsicher — er traf insgesamt dreimal.

SC Union Nettetal - FC Büderich 0:1 (0:0) Da war mehr drin für Nettetal. Der Tabellenführer präsentierte sich, wie in den Spielen zuvor, spielstark, ließ gegen den FC Büderich jedoch die nötige Effektivität vermissen. In der ersten Halbzeit ließen die Gastgeber wenig zu, spielten konzentriert und hatten kurz vor der Halbzeit durch Berkan Budak die Chance zum 1:0, dessen Schuss flog jedoch knapp am Pfosten vorbei. Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufhörte.

Nettetal machte Druck und erarbeitete sich weiterhin hochkarätige Chancen heraus, die jedoch weiterhin nicht in Zählbares verwandelt wurden. Kurz vor Schluss unterlief Martin Strötges schließlich ein folgenschwerer Fehler beim Spielaufbau, den Enes Sancaktar zum 0:1-Endstand ausnutzen konnte. "Sowas passiert ihm normalerweise nicht", sagte Nettetals Trainer Dieter Hussmann, "wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, wäre es gar nicht so weit gekommen. Nun müssen wir gestärkt aus der Niederlage hervorgehen."

SC Waldniel - Linner SV 0:2 (0:1) Nach zwei Unentschieden in Folge muss der SC Waldniel die nächste Niederlage hinnehmen. Bereits in der zwölften Minute geriet das Team von Hans-Jörg Criens durch einen Treffer von Velji Velija, auf die Verliererstraße. Nach der Pause kam Waldniel besser ins Spiel und erarbeitete sich einige Torchancen, die jedoch nicht genutzt wurden.

Unter anderem scheiterte Marcel Brinkschwitz alleinstehend vor dem Tor. In der 90. Minute waren es wieder die Gäste, die durch Anil Arslan den alles entscheidenden Treffer erzielten.

Criens fand nach dem Spiel lobende Worte für den Gegner: "Besonders in der ersten Hälfte waren die Linner unheimlich stark und haben verdient geführt. Die Aktion, die zum 0:2 geführt hat, war hingegen äußerst unglücklich."

(simon janssen)
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