Fußball: Dilkrath als glücklicher Derbysieger

Fußball : Dilkrath als glücklicher Derbysieger

Auf eigenem Platz taten sich die Bezirksliga-Fußballer der Fortunen gegen das Schlusslicht TSV Kaldenkirchen unheimlich schwer. Dennoch gingen sie am Ende mit einem hauchdünnen 4:3-Erfolg vom Feld.

André Küppers konnte einem gestern schon etwas leidtun. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Kaldenkirchen war im Derby bei Fortuna Dilkrath mit seinen ganzen Emotionen bei der Sache, trieb seine Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit immer wieder nach vorne, um mit etwas Zählbarem nach Hause zu fahren. Doch das Vorhaben scheiterte. Das Schlusslicht der Bezirksliga unterlag in Dilkrath nach einem großen Kampf mit 3:4 (2:3) und ist weiter im freien Fall in Richtung Kreisliga A.

Wenige Augenblicke nach dem Abpfiff der Partie wusste André Küppers noch nicht so recht, wie er das Geschehen in Worte fassen sollte. "Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen", betonte er. Sein Gegenüber Fabian Wiegers sah dies ähnlich. "Wir haben heute nicht unbedingt verdient gewonnen. Kaldenkirchen war schon die etwas bessere Mannschaft", sagte Wiegers. Trotz seiner Verbundenheit zu seinem Ex-Verein war das Ziel klar - die drei Punkte sollten in Dilkrath bleiben, was letztlich gelang. Allerdings hatte sich die Fortuna einen entspannteren Sonntag erhofft. Der TSV entpuppte sich von der ersten Minute an als ein hartnäckiger Gegner, der seine Chancen auf dem engen Kunstrasenplatz suchte. Nach dem frühen Führungstreffer der Gastgeber durch Malte Laumen (2.) glich Kevin Kleier mit einem berechtigten Foulelfmeter postwendend aus (3.). In der Folgezeit verlief die Partie recht ausgeglichen, ehe Dilkrath nach einer halben Stunde eine gute Phase erwischte und dank eines Doppelpacks von Niclas Hoppe (35., 37.) plötzlich führte. Kaldenkirchen berappelte sich aber schnell und verkürzte vor der Pause durch Pascal Gubala (42.).

Nach dem Seitenwechsel war es dann fast nur noch ein Spiel auf ein Tor. Die Gäste legten all die Tugenden an den Tag, die sie im Abstiegskampf benötigen. Doch was fehlte, war das Glück. Kaldenkirchen vergab zwei, drei aussichtsreiche Chancen, zudem segelte ein Freistoß von Gubala aus dem Halbfeld an die Latte. Die Fortuna bestrafte die Fahrlässigkeit des TSV, indem Neuzugang Janis Ungerer nach einer Ecke freistehend zum 4:2 einköpfte (81.). "Das ist genau das, was uns momentan das Genick bricht", sprach André Küppers die Chancenverwertung seines Teams an. Zwar verkürzte Kaldenkirchens Soner Köse mit einem Sonntagsschuss noch einmal den Spielstand (87.), doch trotz einer fünfminütigen Nachspielzeit wollte dem TSV kein Treffer mehr gelingen.

(vdb)
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