Fußball: Die Union wird ihrer Favoritenrolle gerecht

Fußball : Die Union wird ihrer Favoritenrolle gerecht

Die Nettetaler Landesliga-Fußballer verteidigten bei den Hallen-Stadtmeisterschaften den Titel im Finale gegen den TSV Kaldenkirchen.

Die große Überraschung blieb am Ende aus. Wie erwartet setzte sich der Fußball-Landesligist Union Nettetal gestern bei der Hallenstadtmeisterschaft durch und schaffte es, den Titel zu verteidigen. Allerdings hatte der haushohe Favorit im Endspiel eine Menge Mühe und gewann gegen das Bezirksliga-Schlusslicht TSV Kaldenkirchen nur knapp mit 2:1. "Unser Ziel war es, den Titel zu verteidigen und uns für das Masters zu qualifizieren. Das haben wir geschafft", freute sich Unions Co-Trainer Lutz Krienen, der kurz nach dem Turnierende keine Verletzten zu beklagen hatte.

Schon in der Gruppenphase zeigte sich die Union von ihrer souveränen Seite. Mit vier Siegen aus vier Spielen und einer starken Bilanz von 22:2 Toren gab es am ersten Platz in der Vorrundengruppe A nichts zu rütteln. Den deutlichsten Sieg holte sich der Landesligist mit einem 8:0 über den chancenlosen Futsal Club Nettetal, dem es immerhin vergönnt war, in der Partie gegen den FC Lobberich-Dyck einen Punkt zu holen (2:2). Eine faustdicke Überraschung gab es dann im Rennen um den zweiten Platz der Gruppe A: Der C-Ligist Concordia Lötsch verlor nur die Partie gegen Union (0:3), holte in den restlichen Partien drei Siege und schaffte sensationell den Einzug in das Halbfinale. "Wir wollten hier einfach nur Spaß haben, und den hatten wir. Mit der Leistung bin ich super zufrieden", sagte Concordias Trainer Lars Heckmann. Mitentscheidend war der deutliche 5:1-Sieg über den B-Ligisten SuS Schaag, dem am ehesten der zweite Platz hinter Union zugetraut wurde. Schaag landete vor Lobberich-Dyck (4.) und dem Futsalclub (5.) auf dem dritten Platz.

Die Gruppe B gestaltete sich auf den vorderen Plätzen noch spannender. Bis zum letzten Spielrunde kämpften der TSV Kaldenkirchen, TIV Nettetal und Rhenania Hinsbeck um die beiden Tickets für das Halbfinale. Eines sicherte sich der TSV, der mit zehn Punkten aus vier Spielen ungeschlagen blieb und seine Sache gut machte. Somit kam es im letzten Gruppenspiel zwischen TIV und Hinsbeck zum Showdown, den der B-Ligist mit 3:1 gegen Rhenania gewann. Allerdings kam es zu einem unrühmlichen Ende: Wenige Sekunden vor dem Abpfiff landete der Ball auf der Tribüne. Ein Zuschauer warf ihn daraufhin wohl mit Absicht in das Gesicht eines TIV-Spielers, was später auf den Rängen und für eine Menge Unruhe sorgte - auch lange nach dem Abpfiff. Ein TIV-Spieler sah später nach einer wohl zu heftigen Diskussion mit dem Schiedsrichter noch die Rote Karte.

Somit war es TIV Nettetal, das den Sprung ins Halbfinale schaffte. Doch dort wartete nun die Union, die zwar nach wenigen Sekunden in Rückstand geraten war, sich aber schnell von dem Schock erholte und die Partie letztlich mit 4:1 gewann. Im zweiten Halbfinale tat Kaldenkirchen nur das Nötigste, um Lötsch knapp mit 2:1 zu schlagen. "Da waren wir konditionell nicht mehr ganz auf der Höhe", gestand Lars Heckmann seitens der Concordia. Nachdem TIV im Spiel um den dritten Platz gegen Lötsch mit 3:2 gesiegt hatte, lieferten sich Union und Kaldenkirchen ein packendes Finale. Martin Stroetges schoss den Favoriten in der ersten Halbzeit in Führung, nach dem Seitenwechsel übte Kaldenkirchen viel Druck aus und kam durch Jonas Gomez dos Santos verdient zum Ausgleich. Ein klein wenig aus dem Nichts markierte Nettetals Markus Keppeler in der Schlussminute den Siegtreffer. "Wir sind nicht cool geblieben und hätten es besser ausspielen müssen", sagte Lutz Krienen über das Finale, freut sich aber nun, mit seiner Mannschaft in zwei Wochen beim Dülkener Hallenmasters teilnehmen zu dürfen - ebenso wie der TSV Kaldenkirchen. Ob der Dritte TIV Nettetal eine Wildcard vom Ausrichter Dülkener FC erhält, das wird noch entschieden.

(vdb)
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