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Fußball: Die TSF Bracht gehen in Dilkrath unter

Fußball : Die TSF Bracht gehen in Dilkrath unter

Das Kellerduell der Fußball-Bezirksliga geriet für die Gäste aus Brüggen angesichts der 1:8-Niederlage zu einem Offenbarungseid. Trainer Markus Steffens bot seinen Rücktritt an. Die Dilkrather verließen die Abstiegsränge.

Große Freude bei Fortuna Dilkrath, pure Fassungslosigkeit im Lager der TSF Bracht. Die beiden abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten lieferten sich ein denkwürdiges Lokalduell, das die Schwalmtaler mit 8:1 (2:1) gewannen. Dilkrath sprang auf das rettende Ufer, während Bracht nun wieder auf einem Abstiegsplatz steht und mehr denn je zittern muss.

Markus Steffens konnte das, was er im Dilkrather Volksbank-Stadion zu sehen bekam, nur schwer in Worte fassen. "Wir sind einfach nicht präsent genug, wieso auch immer. So darf man sich nicht präsentieren", erklärte Brachts Trainer. Seine stark ersatzgeschwächte Mannschaft zeigte während der gesamten Spielzeit wenig Gegenwehr, was vor allem am Ende der Partie bitter bestraft wurde. Zwar konnte David Pries eine verdiente 2:0-Führung für die Dilkrather - die Marvin Holthausen (22.) und Niclas Hoppe (33.) herstellten - vor der Pause noch verkürzen. Doch dies war auch das einzige Aufbäumen, was die Gäste an den Tag legten. Selbst als TSF-Keeper André Krahnen in der 52. Minute einen Elfmeter von Hoppe parierte, zeigte Bracht keine Trotzreaktion. Die Bestrafung folgte prompt. Niklas Mülders (57.) und Steffen Coenen (59.) erhöhten auf 4:1, zu allem Überfluss sah Pries nur eine Minute nach dem vierten Dilkrather Treffer die Ampelkarte. Und als sei dies noch nicht genug gewesen, gingen die Gäste in den Schlussminuten unter: Holthausen (81.), Hoppe (84., 85.) und Coenen (88.) erhöhten den Spielstand und brachten den höchsten Dilkrather Sieg seit ziemlich genau sieben Jahren (damals 7:0 gegen den VfR Krefeld) unter Dach und Fach.

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Für die Fortuna war es vor dem Spiel am Mittwoch gegen den VfB Uerdingen "ein erster Schritt in die richtige Richtung. Vom fußballerischen und von der Einstellung her haben wir uns den Sieg verdient", erklärte der Sportliche Leiter Stephan Laumen. Bracht hingegen stehen unbequeme Zeiten bevor - und ob Markus Steffens am Mittwoch gegen Wachtendonk weiter TSF-Trainer ist, stellte er gestern selbst in Frage. "Bis jetzt war ich der Meinung, ich komme mit der Einstellung des Teams klar. Aber heute muss ich sagen, war es der Tiefpunkt. Ich komme gefühlsmäßig nicht mehr an die Mannschaft heran", erklärte Steffens und fügte anschließend noch hinzu: "Wenn der Verein der Meinung ist, sich einen anderen Trainer an der Linie hinzustellen, dann bin ich gerne bereit, mich dafür zu opfern, wenn dadurch die TSF Bracht in der Bezirksliga bleiben."

(vdb)