Die Qualität des Fußball-Bezirksligisten TuRa Brüggen ist deutlich verbessert

Fußball : Die Qualität deutlich verbessert

Trotzdem warnt Trainer Jakob Scheller schon jetzt vor zu hoch gesteckten Saisonzielen des Bezirksligisten.

Hinter TuRa Brüggen liegt eine ereignisreiche Saison. Zur Winterpause als abgeschlagenes Schlusslicht von vielen bereits abgeschrieben, kämpfte sich die junge Mannschaft aus dem Tabellenkeller und feierte am Ende sogar den direkten Klassenerhalt. Für die neue Spielzeit hat sich der Fußball-Bezirksligist punktuell verstärkt, der Großteil des Teams ist geblieben. Ziel ist der Klassenerhalt.

„Natürlich sind wir stolz auf das Erreichte, aber das zählt nun nicht mehr“, weiß Coach Jakob Scheller. Seit knapp zwei Wochen bittet er seine Schützlinge nun wieder regelmäßig auf den Platz und erfreut sich neben einer guten Trainingsbeteiligung auch an einer hohen Intensität – genau das, was auch in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit mitentscheidend für den Ligaverbleib war. Einzig und allein die Auftritte beim Grenzland-Cup, wo man nach Niederlagen gegen den TDFV Viersen (0:2) und die VSF Amern (1:4) bereits nach der Vorrunde die Segel streichen musste, gefielen dem 30-Jährigen nicht. „Aber das Turnier kam wahrscheinlich auch zu früh“, erklärt er. Zudem habe er etwas ausprobieren wollen und demnach zwei völlig unterschiedliche Mannschaften auf den Platz geschickt.

Glücklich ist Scheller derweil darüber, dass die Neuzugänge „ohne Berührungsängste“ sofort bestens integriert haben: „Sie sind sowohl fußballerisch als auch menschlich eine absolute Bereicherung.“ Einen großen Teil dazu beigetragen habe der bereits vorhandene Kader, der in den vergangenen Monaten zu einer starken Einheit zusammengewachsen sei: „Wir haben hier ein Klima geschaffen, in dem sich jeder wohlfühlt, und haben die richtige Mischung aus Leistungsgedanken und Spaß gefunden. Und daran hat jeder seinen Anteil – Vorstand, Trainerteam und Spieler.“

Doch bei all der Vorfreude auf die kommende Spielzeit herrscht auf eine gewisse Demut am Brüggener Vennberg. „Ich bin schon der Meinung, dass wir qualitativ einen Sprung nach vorne gemacht haben“, erklärt er. „Aber wir sind nun mal haarscharf um den Abstieg herumgekommen, deshalb können wir jetzt kaum von höheren Zielen sprechen – zumal die Liga in meinen Augen noch ein bisschen stärker geworden ist.“ Im Vordergrund stehe die Weiterentwicklung des Teams und die Suche nach Konstanz, um so schnell wie möglich aus den Tabellenregionen zu kommen, die am Ende gefährlich werden könnten.

Bevor am 4. August im Kreispokal beim Crefelder SV Marathon das erste Pflichtspiel auf dem Programm steht und Brüggen eine Woche später in Grefrath in die Bezirksliga-Saison startet, sind noch einige Tests zu absolvieren. Am kommenden Wochenende gastiert am Samstag zunächst der ASV Süchteln auf dem Vennberg, einen Tag später kommt die Reserve der VSF Amern. Und dann wäre da ja noch das Vorbereitungs-Highlight schlechthin: der Burgpokal. „Als Ausrichter ist das natürlich immer eine große Sache“, weiß Scheller, der als Aktiver unzählige Turnierteilnahmen vorzuweisen hat, „und da wollen wir natürlich eine gute Figur abgeben – auch wenn das Teilnehmerfeld wie gewohnt stark besetzt ist.“ Im Eröffnungsspiel wartet mit Landesliga-Aufsteiger DJK/VfL Giesenkirchen gleich ein dicker Brocken auf sein Team. „Das ist ein echter Gradmesser. Wir wollen das Turnier genießen, uns gut präsentieren.“

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