Reitsport : Die Favoriten überzeugen

Beim großen Lobbericher Sommerturnier an der Lüthemühle gewannen drei Olympiasieger in der Dressur. Beim Springen zeigten die Lokalmatadoren gute Leistungen, auch wenn es am Ende nicht ganz reichte.

Reiten Tausende Zuschauer feierten an der Lüthemühle beim großen Sommerturnier des Reit- und Fahrverein Lobberich bei der Siegerehrung auf dem großen Turnierplatz die drei Erstplatzierten des Nürnberger Burgpokals, alles Olympiasieger: Nadine Capellmann hatte in der Halle gesiegt — vor Isabell Werth und Ingrid Klimke auf den Plätzen zwei und drei.

Den Bärenanteil von 2500 Euro am mit 10 000 Euro dotierten großen Preis holte Christoph Brüse (RJC Rodderberg) auf Common Sense 2. Er blieb im Normalumlauf des S-Springens mit drei Sternen und in der folgenden Siegerrunde fehlerlos — und war am schnellsten (36,05).

Den zweiten Platz belegte Andreas Knippling (0/38,35, RG Hausdorp) auf Clayton Rubin vor dem in Boisheim wohnenden rheinischen Meister Sebastian Adams (RJC Rodderberg) auf Bachelor (4/31,79). "Ich bin sehr zufrieden mit diesem Turnier. Ich war fast in jeder Prüfung, die ich geritten bin, zweimal platziert", sagte Sebastian Adams. Das Springen hieß nicht umsonst Großer Preis von Lobberich.

Die Höhen und Weiten, über die die Reiter mit ihren Pferden "flogen", waren zwischen 1,55 und 1,60 Meter. Der Wassergraben hob sich bei diesem Springen besonders hervor. "Die Schwierigkeit ist angemessen bei diesen starken Reitern", sagte Parcourschef Michael Johnen.

Das zweithöchste S-Springen mit zwei Sternen und Stechen am Samstag bot Spannung pur. Den ersten Nullritt im Finale legte Sebastian Adams als dritter Starter mit Amadeus in 43,68 Sekunden über sieben Sprünge vor. Es konterte der spätere Sieger Christoph Brüse mit Audrey D in einer rasanten Runde von 37,77 Sekunden. An ihn kam keiner mehr heran. Adams wurde am Ende Sechster.

Einen starken Eindruck hinterließ Daniela Winkels vom RFV Lobberich auf Higgins als zehnter Teilnehmer mit fehlerfreiem Ritt in 43,38 Sekunden und Platz fünf. Den drittbesten Vier-Fehler-Ritt zeigte Uwe Schmitz vom Ausrichter auf Safe me (41,69. 9.). Er patzte erst am letzten Hindernis mit dem Bundesadler.

Die gute Vorstellung von Daniela Winkels passte, weil sie wenig später das goldene Reitabzeichen durch Friedrich Witte, Präsident des Pferdesportverbandes Rheinland, überreicht bekam. Ihr wurde dabei ein feierlicher Rahmen vor einer großen Zuschauerkulisse (vor dem Barrierenspringen) geboten. Eine angenehme Überraschung war Peter Ring vom PC Nettetal auf Egge's Artic im S*-Springen. Im Normalumlauf führte er bis zum Schluss an. Im Stechen fiel er auf den dritten Platz zurück.

(RP)