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Derbyzeit in der Landesliga: ASV Süchteln - VSF Amern

Fußball-Landesliga : Landesliga-Derby verspricht viele Tore

Wenn die VSF Amern und der ASV Süchteln in der jüngeren Vergangenheit aufeinandergetroffen sind, dann hat der Ball oft in den Maschen gezappelt. Das nächste Duell in der Fußball-Landesliga gibt’s am Sonntag im Rösler-Stadion.

Am Sonntag kommt es im Rahmen des fünften Spieltags der Fußball-Landesliga zum Grenzland-Duell zwischen den VSF Amern und dem ASV Süchteln. Während die Auswahl von Willi Kehrberg zumindest ihre ersten beiden Heimspiele gewinnen konnte, haben Kollege Fabian Wiegers und sein Team erst einen Sieg eingefahren können und offenbarten vor allem defensiv noch Schwächen.

13 Gegentore sind Ligahöchstwert. Dabei hatten die Süchtelner nach vielen vermeidbaren Gegentoren in der vorigen Saison, in der lange um den Klassenverbleib gezittert werden musste, gerade in der Defensive personell nachgebessert. Doch betrachtet man das Auftaktprogramm der Süchtelner, könnte das zumindest eine Erklärung für die vielen Gegentore sein: Gegen die Ttelanwärter SC Kapellen-Erft und Teutonia St. Tönis klingelte es schon zehnmal im eigenen Kasten. „Da hatten wir uns einfach noch nicht gefunden und waren naiv“, erklärt Wiegers. Und gegen Mannschaften eines solchen Kalibers werde das eben knallhart bestraft. „Dass wir es defensiv aber auch besser machen können, haben wir in Fischeln und mit Abstrichen auch gegen Wesel bewiesen.“ Trotzdem stand nach der enttäuschen Niederlage gegen den PSV die Arbeit gegen den Ball sowie das Zweikampfverhalten im Fokus des Trainingsprogramms.

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Im Hinterkopf hatte Wiegers dabei vermutlich auch die Tatsache, dass in den Duellen mit Amern in den vergangenen beiden Spielzeiten stets reichlich Tore fielen: 13 Amerner und 18 Süchtelner Treffer stehen seit September 2017 in den Büchern. Bei gerade einmal fünf Aufeinandertreffen macht das einen Schnitt von etwas mehr als sechs Toren pro Partie. Vier davon erzielte der ASV zu Beginn des Monats im Niederrheinpokal-Derby, wo er nach frühem Rückstand letztlich souverän gewann. Rückschlüsse daraus ziehen möchte Philipp Wiegers jedoch nicht: „Das wird ein komplett anderes Spiel, ein typisches Derby, in dem die Tagesform entscheidend sein wird.“

Davon überzeugt ist auch Kehrberg, der die Chancen bei „50:50“ sieht. Der 56-Jährige weiß, dass es für beide Teams ein richtungweisendes Duell ist: „Gewinnt Süchteln, schließen sie auf und wir müssen erst einmal nach unten schauen. Gewinnen wir hingegen, bauen wir uns vor den schwierigen Partien beim 1. FC Mönchengladbach und gegen Sonsbeck ein kleines Polster auf.“ Damit das gelingt, müsse seine Mannschaft eine gewisse Kompaktheit herstellen, die bisher fehlte. „Sterkrade hat es am vergangenen Wochenende aufgedeckt: Wir müssen im Kollektiv besser stehen.“ Doch gerade in einer solchen Situation, in der erfahrene Spieler gefragt sind, fehlt in Linksverteidiger Nico Wehner ein wichtiger Teil der Viererkette. Derweil hat sich die Verletzung von Nassir El Aboussi als nicht so schlimm herausgestellt wie zunächst vermutet: Statt eines Kreuzband- und Meniskusrisses ist „nur“ das Innenband betroffen. „Er wird sechs bis acht Wochen ausfallen“, erklärt Kehrberg.