Derby zwischen dem 1. FC Viersen und dem TDFV Viersen am Hohen Busch

Fußball-Bezirksliga : Neu formierter 1. FC geht als klarer Favorit ins Viersener Derby

In der Mitte der englischen Woche zum Auftakt der Fußball-Bezirksliga steht am Hohen Busch das Duell der Platznachbarn auf dem Programm.

Nach dem Auftakt am Sonntag geht es bereits am Mittwoch (19 Uhr) in der Fußball-Bezirksliga weiter. Aus Grenzland-Sicht steht dann ein ganz besonderes Spiel auf dem Programm: Das Viersener Derby zwischen dem 1. FC und dem TDFV.

Geht man rein nach den Platzierungen der vergangenen Saison, müsste der TDFV Favorit sein, doch obwohl sich auch die Auswahl von Aytac Azmaz im Sommer über namhafte Neuzugänge freuen durfte, sind die Hausherren, die mit einer komplett neuen Mannschaft in die Spielzeit 2019/20 gestartet sind, auf dem Papier das stärkere Team. „Es fühlt sich ein bisschen so an wie David gegen Goliath“, sagt TDFV-Coach Azmaz

Dass eine solche Ausgangslage aber nicht unbedingt schon das Ergebnis verrät, bewiesen er und sein Team in der Vorsaison, in der 1. FC anfangs auch als heißer Aufstiegskandidat galt. Im Hinspiel lag der TDFV zur Pause mit 0:2 hinten, drehte das Spiel aber und verließ den Platz als Sieger. Im Rückspiel trennten sich die Lokalkonkurrenten dann torlos und kamen durch eher unrühmliche Aktionen in die Schlagzeilen, weil es nach Abpfiff der im Dülkener Stadtgarten ausgetragenen Partie noch zu Tumulten kam.

„Natürlich herrscht immer in Derbys immer eine gewisse Brisanz, aber ich hoffe, dass diesmal alles friedlich verläuft“, merkt Azmaz an. „Im Endeffekt ist es ein Spiel wie jedes andere.“ Ähnlich sieht das der neue FC-Coach Kemal Kuc, der völlig auf sich und seine Schützlinge fokussiert ist. „Egal, welcher Gegner kommt, wir werden nicht von unserem System abweichen“, erklärt er. Der 40-Jährige, der lediglich auf Urlauber Blerim Rrustemi verzichten muss, freut sich auf sein erstes Liga-Heimspiel und hofft auf viele Zuschauer und drei weitere Punkte: „Wir wollen das Maximum geben, den nächsten Sieg einfahren und so Selbstvertrauen für die kommenden Wochen tanken.“

Im Vergleich zu seinem Trainerkollegen hat Aytac Azmaz mit deutlich mehr personellen Problemen zu kämpfen: Hakan Sayici steht gegen seinen Ex-Klub ebenso nicht zur Verfügung wie Abwehrchef Mounir Ibrahim, Bekir Rüzgar und Torhüter Ahmet Özün. Trotzdem sieht er sein Team nicht chancenlos: „Wenn wir die wenigen Tormöglichkeiten, die wir bekommen werden, besser nutzen können als noch am Sonntag, können wir etwas mitnehmen.“

Weitere Spiele TuRa Brüggen empfängt den Aufsteiger SV Vorst, Fortuna Dilkrath gastiert beim Rheydter SV (beide 20 Uhr).

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