Fußball: Der SC Waldniel muss nach Platz sechs seine Ziele zurückschrauben

Fußball : Der SC Waldniel muss nach Platz sechs seine Ziele zurückschrauben

Der SC Waldniel hat wieder eine gute Rolle in der Fußball-Bezirksliga gespielt und sich am Ende als Sechster einen Platz im oberen Tabellendrittel erkämpft. Dennoch übernimmt in Hans Weecks der Trainer der vorvergangenen Saison wieder.

Der Saisonverlauf Mit 14 Punkten aus den ersten sechs Partien legte der SCW bereits früh den Grundstein für eine erfolgreiche Saison. Auch vom 15. bis zum 22. Spieltag blieb die Mannschaft von John Hesen ungeschlagen. Eine wirkliche Schwächephase gab es eigentlich nur Ende März und im April, als es vier der insgesamt nur sechs Niederlagen setzte. Für weiter vorne reichte es nicht, weil die Waldnieler mit 14 Unentschieden mit Abstand auf häufigsten die Punkte teilten.

Das Positive Auch wenn der scheidende Coach John Hesen während der Saison immer wieder bemängelte, dass bei einigen Unentschieden die letzte Konsequenz fehlte, ist besonders die Konstanz beeindruckend gewesen. Das heimische Dr.- Ernst-van-Aaken-Stadion glich einer Festung und konnte von keinem Team eingenommen werden. Erfreulich war auch der Auftritt einiger Newcomer aus den eigenen Reihen, die im Laufe der Rückrunde immer mehr zum Einsatz kamen. Mit Kai Schürmann und Stefan Heinrichs gab es zwei der besten Scorer der gesamten Liga im Team.

Das Negative Die Mannschaft war in der Breite nicht so aufgestellt, dass der Ausfall von Leistungsträgern problemlos aufgefangen werden konnten. Dies machte sich in der zweiten Saisonhälfte besonders bemerkbar. Und da auch die Trainingsbeteiligung phasenweise zu wünschen ließ, fielen die Resultate entsprechend schwach aus.

Die Personalplanung In diesem Sommer gibt es besonders in der Offensivabteilung einen großen Aderlass. Gleich drei etatmäßige Stammspieler müssen ersetzt werden. Darüber hinaus hat auch der Kapitän den Verein verlassen. Externe Neuzugänge sucht man hingegen vergeblich. Vielmehr sollen die Akteure aus der zweiten Reihe sowie aus dem eigenen Nachwuchs die Chance nutzen, um sich für die Bezirksliga zu empfehlen. Zugänge: Niklas Enger, Marc Stapper, Pascal Offermanns, Marvin Uerschels, Joshua Strohfeldt und Simon Wallrafen (eigene A-Jugend), Thomas Boers, Max Miazek und Dominik Vaahsen (eigene zweite Mannschaft). Abgänge: Julian Rode (SC Union Nettetal), Kai Schürmann (ASV Süchteln), Stefan Heinrichs (Raum Karlsruhe, berufsbedingt), Jan Beerens und Marius Kober (pausieren).

Die Aussichten Im Verein hat man sich dazu entschieden, in Hans Weecks einen Mann zurück ins Traineramt zu holen, der die Abläufe im Verein in- und auswendig kennt. Die Zusammenarbeit zwischen Junioren- und Seniorenbereich soll weiter intensiviert werden. Für die neue Saison muss Weecks zwangsläufig erst einmal kleinere Brötchen backen, da der Abgang von gleich vier Leistungsträgern sicher nicht so einfach zu kompensieren ist. "Wir müssen in der neuen Saison noch enger zusammenrücken und mit Spaß und der nötigen Spannung bei der Sache sein", sagt Weecks.

(fafr)
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