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Der SC Union Nettetal und seine Kaderplanungen

Fußball-Oberliga : Trotz Abstiegskampf hat der SC Union Nettetal schon viele Zusagen

Auch wenn der SC Union Nettetal in der Fußball-Oberliga noch längst nicht gerettet ist, ist er mit den Planungen für die nächste Saison schon ziemlich weit. Bislang stehen 13 Zusagen drei Spielern gegenüber, die den Verein verlassen.

Es bleibt dabei, der SC Union Nettetal kann gegen den TSV Meerbusch einfach nicht gewinnen. Am Sonntag gab’s auswärts eine deftige 0:5-Niederlage, die zwar schmerzte, tags darauf von Abteilungsleiter Dirk Riether aber schon wieder abgehakt war. „Pro Halbserie hat man in der Regel zwei richtig schlechte Spiele dabei. Das war eins davon. Aber solche Tage gibt es eben.“

Das Ärgerliche daran: Hätten sich die Nettetaler Hoffnungen auf einen überraschenden Dreier erfüllt, wäre das ein großer Schritt Richtung Klassenverbleib gewesen. Denn auch die meisten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg kassierten Niederlagen, so dass der SCU seinen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz - auf Rang 15 steht aktuell der SC Düsseldorf-West - auf acht Punkte hätte ausbauen können. „Damit wären wir schon fast durch gewesen. Ich gehe davon aus, dass man in dieser Saison höchstens 39 Punkte braucht, um in der Liga zu bleiben“, erklärt Dirk Riether. Ganz bitter verlief das Wochenende für den ETB SW Essen, der sich vor der Saison eigentlich auf die Fahnen geschrieben hatte, um den Titel mitzuspielen. Erst als zweites Team überhaupt in der laufenden Saison unterlagen die Essener dem abgeschlagenen Schlusslicht FSV Duisburg und verpassten es so, einen großen Schritt aus der Abstiegszone zu machen und nach Punkten mit den Nettetalern gleichzuziehen. Eine Niederlage, die sich noch bitter rächen könnte, weil bislang alle Konkurrenten im Abstiegskampf gegen die Duisburger gewinnen konnten. Es sieht also so aus, als bliebe es im Rennen um den Ligaverbleib noch lange spannend.

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Was gut für den neutralen Beobachter ist, erschwert den Vereinen allerdings die momentan auf Hochtouren laufenden Planungen für die nächste Spielzeit. Denn im Bestreben möglichst hoch zu spielen, möchten viele Spieler wissen, für welche Liga sie ihre Zusage geben. Doch obwohl die Nettetaler diese Klarheit noch nicht anbieten können, sind sie in ihren Kaderplanungen schon ziemlich weit. Aus dem aktuellen Kader haben 13 Kicker versprochen, weiter das SCU-Trikot überzustreifen (siehe Infokasten). Mit vier weiteren hofft Dirk Riether, in den nächsten Tagen alles klarzumachen. Dann würden noch fünf Akteure fehlen, um auf die Größe des Wunschkaders von 20 Feldspielern plus zwei Torhüter zu kommen. Derzeit laufen aussichtsreiche Verhandlungen mit potenziellen Zugängen, aber auch mit weiteren Spielern aus dem aktuellen Kader wird noch gesprochen. Bislang ist klar, dass drei Spieler die Nettetaler verlassen.

Der inzwischen 36-Jährige Blerim Rrustemi will sich laut Dirk Riether den für die Oberliga nötigen Aufwand ersparen. Ob er vielleicht noch in einer tieferen Spielklasse auflaufen möchte, habe er aber noch nicht entschieden. Michael Enger besucht demnächst eine Meisterschule und kann dann nicht mehr so regelmäßig trainieren. Landesligist VfR Krefeld-Fischeln kann damit offenbar leben, denn dort wechselt Enger hin. Seinen Abschied angekündigt hat auch Innenverteidiger Bastian Levels, der in Düsseldorf wohnt und dort des geringeren fahrtechnischen Aufwands wegen auch am liebsten spielen würde. Dirk Riether will zwar noch nicht verraten, wo Levels anheuern möchte, doch er sagt: „Eine kleine Hoffnung haben wir noch, dass Basti bleibt. Er will nämlich unbedingt weiter Oberliga spielen.“

So kann Levels’ Ziel eigentlich nur der SC-West sein, denn der ist der einzige Oberliga-Klub aus der Landeshauptstadt, der noch um den Klassenverbleib zittern muss. Doch auch die Nettetaler sind ja bekanntlich noch nicht am rettenden Ufer. Dirk Riether hofft, dass die deftige Niederlage gegen Meerbusch die Sinne der SCU-Spieler geschärft hat, um am Wochenende daheim gegen den 1. FC Monheim zu gewinnen. „Am Sonntag wäre genau der richtige Zeitpunkt, um endlich mal wieder voll zu punkten“, betont der SCU-Abteilungsleiter.