Lokalsport: Der letzte Vorstand der Leichtathleten

Lokalsport : Der letzte Vorstand der Leichtathleten

Bis zur Neustrukturierung der Kreise bleibt der jetzige Vorstand in der Verantwortung.

Der Kreis- und Jugendtag der Leichtathleten im Vereinsheim der DJK/VfL Willich hatte eine historische Bedeutung. Es war der letzte in dieser Form, und es gab auch die letzten Wahlen für den jetzigen Kreisvorstand. Zwölf Vereine von derzeit 46 Vereinen und Abteilungen waren bei diesem Kreistag mit 50 Personen stimmberechtigt. "Das waren alles Vertreter aus unseren wichtigen Vereine, die die Leichtathletik vor Ort mit tragen", sagte Joachim Broch. Der Vorstand wurde in seiner bisherigen Besetzung komplett wiedergewählt. "Der bleibt nun im Amt, bis es zur Regionalgründung kommt", sagte der alte und neue Vorsitzende Broch.

Eine besondere Rolle kommt den Schulsportbeauftragen zu. "Sie sind bei der neuen Struktur besonders wichtig. Durch sie soll die politische Ebene gestärkt werden", sagte Joachim Broch. Nur Maria Strickling besetzt im Kreis Viersen die Position der Schulsportbeauftragten. Dieser Posten soll mehr an Bedeutung und Einfluss bekommen. Dazu führt Joachim Broch Gespräche mit dem Kreissportbund Viersen. Für die Städte Krefeld und Mönchengladbach konnten keine Beauftragten gewonnen werden.

Im Herbst entscheiden die Kreise und ihre Vereine im Leichtathletik-Landesverband Nordrhein, sich aufzulösen und Regionen zu bilden. Der Leichtathletikkreis Niederrhein-West (der aus dem Kreis Viersen und den Städten Viersen und Krefeld besteht) gehört ab dem neuen Jahr zur Region mit dem derzeitigen Arbeitstitel "Mitte". Dazu gehören Niederrhein-West und die Leichtathletikkreise Düsseldorf-Neuss, Essen und Bergisches Land ohne den Leichtathletik-Riesen Bayer Leverkusen, der der Region drei (dazu gehört Köln) zugeschlagen wird. "Unsere Sportler ab U14 gehören dann zu der großen Region, die ein höheres sportliches Niveau bekommt. Es finden für sie beispielsweise Regionalmeisterschaften statt. Das Argument, dass die Sportler dafür weitere Wege machen müssen, weise ich zurück. Das ist heute schon so, wenn sie für Landesmeister- und NRW-Meisterschaften weit fahren müssen", sagte Joachim Broch. "Das heißt nicht auch, dass die Arbeit letztendlich in den Kreisen aufhört." Viele Positionen würden auch in Zukunft gebraucht, wie einen Fachwart für die Kinderleichtathletik oder einen Obmann für das Kampfrichterwesen.

Die Bildung der vier Regionen im Leichtathletik-Verband Nordrhein sind noch nicht das Ende der Neu-Strukturierung, weil auch der Westfälische Verband, der derzeit zusammen mit dem Fußballverband ist, sich neu orientieren muss und die Regionen dann noch einmal auf Nordrhein-Westfalen neu zugeschnitten werden. "Für die Politik in NRW soll dann nur noch ein Leichtathletik-Verband der neue Ansprechpartner sein", erzählte Broch.

(RP)
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