Der Dülkener FC empfängt den TDFV Viersen zum Stadtderby

Fußball-Bezirksliga : Derby alles andere als gewöhnlich

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen kaum sein, wenn Dülkens Bezirksliga-Fußballer den Stadtrivalen und Mitaufsteiger TDFV Viersen empfangen.

Wenn am Sonntag der Dülkener FC den TDFV Viersen empfängt, handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Spiel in der Fußball-Bezirksliga. Zum einen ist es ein Stadtderby, zum anderen das Duell zweier Aufsteiger. Vor dem Meisterschafts-Endspurt könnten die Vorzeichen jedoch kaum unterschiedlicher sein.

Neun, für den DFC aufgrund eines noch ausstehenden Nachholtermins zehn, Spiele sind noch zu gehen. Und zwischen den Nachbarn klafft eine Lücke von 15 Zählern. Während der TDFV die magische 40-Punkte-Grenze nach dem Sieg über den VfL Repelen am Mittwoch geknackt hat, steht Dülken trotz des ersten Dreiers im Jahr 2019 - am Mittwoch schlug die Stadtgarten-Elf Teutonia Kleinenbroich mit 3:1 - auf Relegationsplatz 15. Trainer Matthias Denneburg ist dennoch optimistisch: „Wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt und wollen die Woche jetzt vergolden.“ Bedeutet für den 38-Jährigen im Klartext: mindestens ein Punkt soll her. „Vor allem weil wir zu Hause spielen, gehen wir absolut nicht chancenlos ins Spiel“, sagt Denneburg. Ob Nils Wüsten und Ali Aymirgen, die unter der Woche noch kurzfristig ausfielen, im Kader stehen werden, ist ebenso fraglich wie der Einsatz von Benedict Krüger, der nach seinem Doppelpack einen Schlag auf den Fuß bekam.

Das beste Beispiel dafür, dass personelle Probleme mitunter jedoch auch Kräfte bei den verbliebenen Spielern freisetzen können, ist der TDFV. Erst vor wenigen Tagen attestierte Coach Aytac Azmaz seinen Schützlingen bei Aufstiegsaspirant Repelen die beste Saisonleistung, die folgerichtig mit einem nicht unbedingt einkalkulierten Sieg gekrönt wurde. Doch obwohl in Emre Senkul und Safer Erdogan zwei Akteure wieder zur Verfügung stehen, warnt Azmat davor, abzuheben. „Es wird ein ganz anderes Spiel als am Mittwoch“, weiß er. „Wir werden einen Teufel tun, Dülken zu unterschätzen. Meine Mannschaft muss den Kampf von Beginn an annehmen, dann kann sie auch dort bestehen.“

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