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Fußball: Das Duell der ehemaligen Oberligisten

Fußball : Das Duell der ehemaligen Oberligisten

Landesliga: Viersen spielt morgen in Goch und holt Heinz Vossen als neuen Co-Trainer. Amern will noch sechs Punkte.

Wenn der 1. FC Viersen morgen bei Viktoria Goch zum letzten Auswärtsspiel der Saison antritt, treffen zwei ehemalige Oberligisten aufeinander. Doch diese Zeiten gehören längst der Vergangenheit an. Inzwischen duellieren sich beide Mannschaften in der Landesliga. Und da ist der 1. FC Viersen derzeit äußerst erfolgreich. Sieben Spiele in Folge ohne Niederlage, fünf Siege und zwei Unentschieden. Insgesamt 17 Punkte holte die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg in dieser Zeit. Und: Es gab nur einen Gegentreffer. Dagegen traf der 1. FC zehnmal ins gegnerische Tor.

Allesamt Zahlen, die beeindrucken. Und zur Folge haben, dass die Rot-Weißen momentan den fünften Tabellenplatz belegen. In Goch erwartet die Kehrberg-Elf jedoch ein heißer Tanz. Denn die Gastgeber können ganz befreit aufspielen, nachdem sie am letzten Wochenende mit einem 1:1-Unentschieden den Ligaverbleib endgültig unter Dach und Fach brachten. "Wir werden dagegenhalten müssen", ist sich Kehrberg sicher, dass Viktoria Goch alles daran setzen wird, den 1. FC Viersen in der Tabelle doch noch ein- oder gar zu überholen.

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Fünf Punkte trennen beide Vereine. Ein Unentschieden würde dem 1. FC also genügen, um die Gastgeber auf Distanz zu halten. Doch die Konkurrenten aus Amern und Straelen lauern auf einen Ausrutscher des 1. FC und wollen dann selbst zur Stelle sein. "Auf der einen Seite werden wir alles unternehmen, um den Platz unter den ersten Sechs zu behaupten", sagt der Übungsleiter. Auf der anderen Seite aber weiß er, dass der Kader nicht nur kräftemäßig ausgepumpt, sondern auch durch Verletzungen zahlenmäßig arg dezimiert ist. Sorgen macht sich Kehrberg um Kapitän Ümit Kocaman, der wahrscheinlich ausfallen wird. Fraglich ist ebenso der Einsatz von Yannick Meurer, der beruflich verhindert ist. Da freut man sich am Hohen Busch, dass eine Personalie erledigt ist. Die des Co-Trainers. Der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Brück wechselt in die Oberliga zum SC Kapellen. Zusammen mit Frank Mitschkowski wird er dort die sportlichen Geschicke leiten. Ersetzen wird ihn mit Heinz Vossen kein Unbekannter aus dem Grenzland.

Dennis Sobizs verfolgt ehrgeizige Ziele. "Sechs Punkte hätten wir doch noch gerne. Damit könnten wir dann vielleicht das beste Grenzlandteam werden", sagt der Co-Trainer der VSF Amern vor den letzten beiden Aufgaben in der Fußball-Landesliga. Am Sonntag erwarten die Amerner im letzten Heimspiel der laufenden Saison den Lokalrivalen aus Nettetal. Eine Woche später folgt dann die Auswärtsaufgabe in Tönisberg.

Einer dieser beiden Gegner wird am Ende auch die Relegation spielen müssen, wobei die Nettetaler mit fünf Punkten Vorsprung auf Tönisberg die besseren Karten haben. "Alles liegt an Amern. Wir wollen uns nichts vorwerfen lassen und beide Spiele zu 100 Prozent angehen", sagt Sobizs, der in dieser Woche Trainer Rainer Bruse vertritt. Sobizs schielt vielmehr nach oben in der Tabelle. Der 1. FC Viersen steht nur um einen Punkt besser da als die Amerner. Es ist eine zusätzliche Motivation, den Konkurrenten wie zum Ende der Hinrunde hinter sich zu lassen. In der Verfassung der letzten drei Wochen scheint das möglich. Die Amerner siegten zuletzt beim 1. FC Mönchengladbach und trennten sich Unentschieden von Straelen und Kleve. Alle drei Konkurrenten stehen in der Tabelle noch über den Schwalmtalern.

Im Vergleich zur Vorwoche wird sich die Mannschaft verändern. Tobias Bruse, der die bisherigen Rückrundenspiele aufgrund einer Operation verpasste, drängt sich im Training für einen Einsatz auf. Christian Birker, der zurück zum SC Waldniel geht, soll ebenso in der Startelf stehen wie Dominik Kleinen, der sich wieder dem 1. FC Viersen anschließt.

Im Tor wird Christopher Viertmann beginnen. Er verlässt Amern ebenfalls. Viertmann wechselt zu Teutonia St. Tönis.

(RP)