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Fußball: Das Derby ist ein "Sechs-Punkte-Spiel"

Fußball : Das Derby ist ein "Sechs-Punkte-Spiel"

Im Duell des ASV Süchteln gegen den 1. FC Viersen geht es um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Die RP vergleicht beide Vereine.

Bereits seit Wochen freuen sich die Fußballanhänger im Kreis Viersen auf dieses Spiel: Der ASV Süchteln und der 1. FC Viersen treffen aufeinander. Ein Spiel mit viel Brisanz und wahrscheinlich hoher Intensität. Denn für beide Mannschaften geht es um viel. Diesmal aber im Abstiegskampf, nicht wie in der letzten Saison in der Meisterfrage.

"Ich strapaziere den Begriff Sechs-Punkte-Spiel nicht gerne, aber am Sonntag kann man in der Tat davon sprechen", erklärt Willi Kehrberg, Trainer des 1. FC Viersen. Nach der verdienten Heimniederlage gegen Fischeln ist der 1. FC nur noch Tabellenneunter, neun Punkte vor dem ASV Süchteln, der den elften Tabellenplatz behauptet.

Und die Rechnung ist einfach: Siegen die Gastgeber, schmilzt der Vorsprung des 1. FC auf nur noch sechs Punkte und könnte somit auch noch den Abstiegskampf an den Hohen Busch bringen. Siegen die Gäste, hat sich Viersen mit dann zwölf Punkten Vorsprung wohl entscheidend aus der Gefahrenzone entfernt und der ASV würde sich endgültig im Land der Tränen wiederfinden.

Die bisherigen Duelle: Die Bilanz ist ausgeglichen. Siegte der 1. FC Viersen in der vergangenen Saison in Süchteln, revanchierte sich der ASV mit einem Erfolg im Rückspiel am Hohen Busch und legte damit den Grundstein zur Vizemeisterschaft. Das Hinspiel der aktuellen Saison endete 1:1. Keine Mannschaft konnte somit bisher ein Heimderby gewinnen.

Die Qualität des Kaders: Auch wenn der ASV mit Ken Meyer, Yannick Meurer und Ediz Pomak direkt drei Spieler an den 1. FC verlor, kann sich der Kader des ASV sehen lassen. Angeführt von den Routiniers Dennis Homann, Jan-Thede Smidt und Florian Meier ist der Ligaverbleib als Saisonziel des Vizemeisters noch immer in greifbarer Nähe. Die Ansprüche beim 1. FC Viersen sind eigentlich andere als der derzeitige Tabellenstand. Die Rot-Weißen wollen unter die ersten Sechs. Derzeit blicken sie aber besorgt Richtung unteres Tabellendrittel. Doch auch in Viersen kann Willi Kehrberg mit einem hochwertigen Kader arbeiten.

Der Konstante: Beim 1. FC Viersen ist dies zweifellos Kapitän Ümit Kocaman. Der 33-jährige Türke ist in seiner fünften Spielzeit am Hohen Busch und die Anzahl seiner wirklich schlechten Spiele kann man an einer Hand ablesen. Auch in dieser Spielzeit glänzt der Familienvater wieder mit Ruhe und Übersicht. Im Kader des ASV Süchteln überzeugt besonders Marlon Smikalla. Mit 19 Jahren schaffte Smikalla nicht nur direkt den Sprung aus der A-Jugend in den Kader der Ersten Mannschaft, sondern auch dauerhaft in die Anfangsformation und "bearbeitet" dort die Außenbahn.

Das Umfeld: Beim 1. FC Viersen ist es momentan ruhiger. Bereits seit einigen Jahren ist kaum personelle Fluktuation zu spüren. Die handelnden Personen um Klubchef Klaus Fleßers, Obmann Ronny Mustac und Trainer Willi Kehrberg haben das Zepter fest in der Hand. In Süchteln sieht dies etwas anders aus.

Der neue Fußball-Obmann Sven Berx muss neue Wege gehen. Ob auch alle gewillt sind, diesen Weg zu begleiten, erscheint fraglich. Beim ASV Süchteln sind seit dieser Spielzeit keine Reichtümer mehr zu verdienen, vielmehr will man die gute Jugendarbeit weiter intensivieren. Ein langer und teilweise auch beschwerlicher Weg. Aber einer, der sich lohnt. Hier besitzt der 1. FC Viersen noch dringenden Nachholbedarf.

RP-Tipp: 2:2.

(sms)