Fußball : Das "Angst-Derby"

Die VSF Amern laufen ihren Ansprüchen weit hinterher, während der Höhenflug des 1. FC Viersen durch die Heimpleite gegen den 1. FC Mönchengladbach jäh gestoppt wurde. Beide Klubs brauchen dringend ein Erfolgserlebnis.

In diesen Tagen ist Rainer Bruse nicht nur als Trainer der VSF Amern gefragt. Auch als Psychologe muss er nach der jüngsten Niederlage gegen den TuS Grevenbroich seine Spieler positiv auf die kommenden beiden englischen Wochen einstimmen. Mit bislang fünf Zählern aus den ersten sechs Begegnungen hängen die VSF dem eigenen Anspruch hinterher. Der Abstand auf die Abstiegsränge beträgt lediglich einen Zähler. "Die Punkte aus dem letzten Heimspiel hätten uns gut zu Gesicht gestanden. Warum wir es nicht geschafft haben, den Schwung aus dem Benrath-Spiel und den Trainingseinheiten mitzunehmen, kann ich mir immer noch nicht erklären, aber wir schauen optimistisch auf die kommenden Aufgaben", sagt Bruse.

Schwere Aufgaben

Diese haben es in sich, doch die Spiele gegen Viersen, den 1. FC Mönchengladbach und Rot-Weiß Oberhausen sieht Amerns Trainer als Möglichkeit, befreit aufzuspielen. "Wir sind in diesen Duellen nicht der Favorit. Im Pokal haben wir in der Außenseiterrolle die bislang besten Spiele gezeigt. Es wäre schön, wenn uns dies am Hohen Busch auch gelingen würde." Bei vier Spielen innerhalb von zehn Tagen wird es auch darauf ankommen, wie schnell die Kraftreserven wieder aufgetankt werden können.

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Da kommt es Bruse entgegen, dass der Kader wieder mehr Alternativen bietet. Verzichten müssen die Sportfreunde noch auf die gesperrten Stephan Kern und Rene Jansen sowie Dennis Metten im Tor. Bei Christian Loers, der am Sonntag in der Schlussphase umgeknickt war, haben die Untersuchungen keine schlimmere Verletzung ergeben. Gegen Viersen wird der Stürmer pausieren müssen.

Für das Spiel am Sonntag sind auch Kosta Agathagelidis und der Ex-Viersener Michel Busen wieder Kandidaten für die erste Elf. "Beide haben nach ihrer Einwechslung zusammen mit Baris Akkaya für frischen Wind gesorgt", lobt Bruse. Besonders die Rückkehr des besten Torschützen der vergangenen Saison sorgt für neue Hoffnung, schließlich stellen die VSF mit bislang erst drei Treffern die schwächste Offensive der Liga.

Amerns Trainer erwartet am Hohen Busch ein ausgeglichenes Spiel. "Viersen wird nach der ersten Niederlage gegen Mönchengladbach hochmotiviert sein. Wir dürfen uns keine einfachen Fehler leisten und müssen unsere Chancen besser ausnutzen als zuletzt", sagt der Coach.

(RP/rl)