Damen des TV Lobberich nach der Heimniederlage gegen den TV Witzhelden

Handball-Oberliga : TVL-Frauen liefern großen Kampf

Die Lobbericherinnen zeigten in der Handball-Oberliga gegen den Tabellenzweiten TV Witzhelden vor eigenem Publikum ein starkes Spiel. Dennoch gab es eine 23:25-Niederlage.

Es war zwar ein starker Auftritt der Handballfrauen des TV Lobberich, doch am Ende hatten sie in der Oberliga gegen den Tabellenzweiten TV Witzhelden mit 23:25 (13:13) das Nachsehen.

„Kämpferisch war das eine ganz tolle Leistung meiner Mannschaft“, freute sich Trainer Marcel Schatten nach dem Schlusspfiff. Insbesondere die 25 Gegentore gegen eine Mannschaft, die auf allen Positionen sehr torgefährlich besetzt ist, sind wirklich bemerkenswert. In der Deckung gaben die Gastgeberinnen keinen Zentimeter kampflos preis. Der TVL stand sehr komplakt und wurde einmal eine Spielerin ausgespielt, stand gleich ihre Nebenfrau parat, um den Fehler auszubügeln. Beachtlich war die Darbietung der erst 18-jährigen Pauline Sirries, die im Deckungszentrum den Ton angab und großartig auftrumpfte. Allerdings war im Angriff ab und an Sand im Getriebe, zumal Lobberich auf Katharina Weiss und Caroline Baaken verzichten musste.

Und gerade diese fehlenden Alternativen machten sich im Rückraum bemerkbar. So war die Begegnung zwar bis zur 40. Minuten absolut ausgeglichen, doch dann blieben die Gastgeberinnen zehn Minuten ohne einen einzigen Treffer. Es schlichen einige Flüchtigkeitsfehler ein, technisch wurde nicht mehr sauber gespielt und schließlich kamen auch noch Fehlabspiele hinzu. Diese Kleinigkeiten spielten den Oberbergischen in die Karten, und sie zogen auf 24:19 davon.

Wer nun jedoch glaubte, dass war eine Vorentscheidung, musste sich eines Besseren belehren lassen. Der TVL stellte seine Deckung um, holte Tor um Tor auf und war schnell wieder auf Schlagdistanz. Am Ende jedoch erwiesen sich die Gäste als das ausgeglichenere und cleverere Team und brachten ihren knappen Vorsprung über die Zeit. „Witzhelden ist schon eine sehr abgezockte Mannschaft“, betonte Schatten. „Aber eine Niederlage gegen eine so starke Mannschaft ist bestimmt kein Beinbruch. Heute hat unser Spiel über den Kreis nicht funktioniert und wir waren nur durch 1:1-Situationen erfolgreich. Nur 23 geworfene Tore ärgern mich natürlich und genau daran gilt es für uns dann in der nächsten Zeit zu arbeiten.“

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