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Fußball: Concorde Coulibaly spielt auf

Fußball : Concorde Coulibaly spielt auf

"Es ist ganz schön kalt geworden", sagt Boubacar Coulibaly, der schon eine Viertelstunde vor Trainingsbeginn in seiner Trainingskleidung vor der Umkleide umher läuft.

Der Bruder des ehemaligen Borussen-Profis Soumaila Coulibaly hatte vor Jahren eine glänzende Zukunft im Profi-Fußball vor sich — und das ist möglicherweise noch immer so. Doch seit einem halben Jahr hält sich der 24-Jährige nun schon bei Blau-Weiß Concordia Viersen auf und spielt in der Kreisliga A.

SC Freiburg und SV Wehen

Nach einer längeren Leidenszeit ist das nun der erste Schritt, wieder zu alter Stärke zu kommen. Aber wie ist der Malier, der schon als B-Jugendlicher für die U19 des SC Freiburg spielte, dort gelandet? "

Ich war fast zwei Jahre lang verletzt und konnte kaum spielen", erzählt Coulibaly. "Das war für mich besonders schwer, weil ich bis dahin keine Verletzungen kannte." Nach seinem Wechsel vom SC Freiburg, wo er zum Zweitliga-Kader gehörte, zum SV Wehen Wiesbaden verhinderten nicht zuletzt diese Verletzungen, dass er den Sprung in die Erste Mannschaft schaffte.

"Also bin ich zu meinem Bruder nach Gladbach gekommen und habe ihn gefragt, wo ich hier hingehen kann, um endlich wieder gesund zu werden", fügt er an. Als er sich dann bei Soumaila aufhielt, lernte er seine Freundin kennen. Die hatte dann Kontakt zu den Viersenern — und die Idee, dort wieder Spielpraxis zu bekommen, war geboren.

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Körperlich fühlt sich Boubacar Coulibaly, der nun seit einem halben Jahr bei den Concorden trainiert und spielt, inzwischen wieder ganz gut. "Die Trainingseinheiten gestaltet der Trainer wirklich gut, und das ist es auch, was ich dringend gebraucht habe", sagt er und lobt Concorden-Trainer Andreas Hager. "Aber ich mache natürlich noch eine ganze Menge zusätzlich, um wieder dahin zu kommen, wo ich mal war."

Auch sein Coach weiß natürlich, dass der Tag kommen kann, an dem Boubacar den Sprung nach oben noch einmal wagen kann: Concordia soll nur eine Zwischenstation sein. "Das hat viel mit seinen eigenen Ansprüchen und dem Willen zu tun. Wenn der Tag aber einmal kommt, dann müssen wir dankbar sein, einen solchen Fußballer bei uns gehabt zu haben", stellt er klar.

Bei den personellen Problemen, die die Concorden derzeit haben, sollte dieser Zeitpunkt aber für ihn auch nicht zu früh kommen. Die Spielklasse war für Coulibaly zu Beginn eine neue Erfahrung. "Natürlich macht hier auch mal einer der Mitspieler einen Fehler. Aber ich würde das nie jemandem vorwerfen, weil jeder Einzelne hier sein Bestes gibt", stellt er klar.

Sonst wäre es nach Spielen wie am Sonntag für Coulibaly auch ziemlich hart. Denn da unterlagen die Blau-Weißen Holt beim 1:9 überdeutlich.

(RP)