Fußball: Christoph Kempers im Stil von Felix Magath

Fußball: Christoph Kempers im Stil von Felix Magath

Fussball Noch stapeln sie tief beim FC Schalke 04. Und das, obwohl die Königsblauen in der laufenden Spielzeit unter Trainer Felix Magath die große Chance haben, zwei Titel (Meisterschaft und Pokal) zu gewinnen. Doch verweist Trainer-Fuchs Magath auf die bevorstehenden Knaller-Spiele gegen Bayer Leverkusen und Bayern München, in denen sich die Schalker ganz und gar nicht als Favoriten sehen.

Und eben dieses bewusste Understatement trifft man derzeit auch beim Bezirksligisten ASV Süchteln und seinem Trainer Christoph Kempers. Die Süchtelner mischen kräftig mit in der Liga, gewannen am vergangenen Spieltag 1:0 in Rheindahlen.

Besser noch als der späte Auswärtssieg per Freistoß durch Yannick Meurer waren die Ergebnisse der beiden anderen Spitzenmannschaften der Liga: Der SV Lürrip und VDSF Nievenheim stolperten zu Hause gegen den SC Hardt beziehungsweise bei den abstiegsbedrohten Neuwerkern. Die Süchtelner behaupten damit vor dem vorgezogenen Nachholspiel gegen die Reserve des SC Kapellen-Erft (heute, 19.30 Uhr) den zweiten Platz. Mit einem Sieg können sie vorübergehend die Tabellenführung übernehmen und die Teams aus Lürrip und Nievenheim unter Druck setzen.

Heute gegen den SC Kapellen

Doch Kempers warnt vor allzu viel Euphorie. "Natürlich haben uns die Niederlagen der anderen Teams in die Karten gespielt. Aber wir müssen uns in den nächsten Wochen gewaltig steigern, wollen wir weiterhin oben dran bleiben." Zu schaffen macht Kempers vor allem die schwache Heimbilanz seiner Mannschaft. Nur drei Mal haben die Süchtelner auf der heimischen Anlage gewonnen, holten dabei magere zwölf Punkte.

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Ganz anders sieht dagegen die Bilanz in der Fremde aus. Stolze 27 Zähler sammelte der ASV bereits auf anderen Sportplätzen, liegt damit in der Auswärtstabelle unangefochten auf Rang eins. Nur dürfen (oder müssen?) die Süchtelner inklusive Nachholspiele jetzt drei Mal in Folge zu Hause antreten.

"Wir tun uns immer schwer, wenn der Gegner tief in der eigenen Abwehr steht und wir das Spiel machen müssen", spricht Kempers einen Aspekt an, warum es zu Hause bislang noch nicht so gut gelaufen ist.

Süchtelns Trainer weiß aber auch, dass seine Jungs eine Schippe drauflegen können, um dauerhaft oben dran zu bleiben. Und er freut sich besonders auf die noch ausstehenden Duelle mit den Konkurrenten aus Lürrip (18. April, auswärts) und Nievenheim am letzten Spieltag (zu Hause). "Das macht die Sache natürlich so richtig spannend", so Kempers mit Blick auf ein mögliches "Endspiel" in Süchteln.

(RP)