CHIO: Dressurmannschaft des Pferdesportverbandes Kreis Viersen wird Vierter

Reiten : CHIO: Viersener Team wird Vierter

(off) Im Quadrillen-Championat um den „Preis des Handwerks“ beim CHIO in Aachen, dem weltgrößten Pferdefest, hat die Dressurmannschaft des Pferdesportverbandes Kreis Viersen punktgleich mit dem Team des Aachener Kreisverbandes Platz vier belegt.

Den Viersener Erfolg ritten Renee Faatz (RV Seydlitz St. Tönis) mit Francis B, Daniela Mayer (RV St. Georg Helenabrunn) mit Donna Dynamite, Angelika Möllmann (RTS Butschenhof-Süchteln) mit El Gardo und Bianca Sopha (RV St. Georg Helenabrunn) mit Robbespierre heraus.

Der Vorjahres-Landesturniersieger, der als zweites Team ins Viereck einritt, erhielt bei großer Zuschauerkulisse im Deutsche-Bank-Stadion für die M*-Mannschafts-Kür die Wertnote 17,4. Die Viersener Equipe bekam dabei für die Ausführung 8,4 und die für künstlerische Gestaltung 9,0. „Wir haben schon mit gleicher Mannschaft und gleicher Musik 18,5 bzw. 18,6 bekommen“, sagt Trainerin Ulrike Seidel. „Unsere Mannschaft ritt eine absolut gute Kür mit Höhepunkten und passend zur Musik. 9,0 wäre bei unserer Mannschaft für die Ausführung gerechtfertigt gewesen.“ Der Sieg ging an den Kreisverband Mettmann mit 18,7 vor Düren (18,6) und Krefeld (18,0) auf den Plätzen zwei und drei.

Die Aussage aus dem internationalen Richter-Gremium, das aus den Vier-/Fünf-Sterne-Richtern Ulrike Nivelle (Deutschland), Christof Umbach (Luxemburg) und Hans-Christian Matthiesen (Dänemark) bestand, fand sie nicht gerechtfertigt, die da urteilten: „Das Bild der Gruppe war nicht harmonisch.“ – „Daran die Gangarten festzumachen, finde ich nicht überhaupt in Ordnung, zumal Daniela Mayer mit ihrem kleinen Pferd auf S*-Basis sehr erfolgreich ist“, sagte Ulrike Seidel.

Das Ganze wurde erstmals in Aachen als ein Showprogramm aufgezogen. Die Reiter ritten in Kostümen wie die Viersener Equipe in goldenen Fracks und mit einem goldenen Band um die Hüte. „Das Outfit wurde mehr bewertet als die sportliche Darbietung“, kritisierte Ulrike Seidel. Gerta Peters, die zum Vorstand des Pferdesportverbandes Kreises Viersen gehört, fand das Kostümreiten gar nicht toll: „Über Geschmack lässt sich streiten. Das gehört einfach nicht zu Aachen. Wäre das CHIO-Partnerland China hier zur Geltung gekommen, hätte ich das noch verstanden.“

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