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Fußball: Bundesliga-Aufstieg mit Grenzlandkickern

Fußball : Bundesliga-Aufstieg mit Grenzlandkickern

Der 1. FC Mönchengladbach hat die nächste Überraschung geschafft: Die B-Jugend spielt nächste Saison in der Bundesliga-West. Daran hatten in Gero Wolters und Jan Henri Tophoven auch zwei heimische Talente ihren Anteil.

Nach dem Spiel beim BV 04 Düsseldorf gab es kein Halten. Denn durch das 1:1 am drittletzten Spieltag der B-Junioren-Niederrheinliga stand fest, dass die U 17 des 1. FC Mönchengladbach vorzeitig den Aufstieg in die Bundesliga-West geschafft hat. Mitten in der Jubelgesellschaft befanden sich auch zwei Talente aus dem Grenzland. Gero Wolters aus Niederkrüchten und Jan Henri Tophoven aus Brüggen sind Stammspieler des Teams, das den Aufstieg ebenso überraschend geschafft hat wie vor zwei Jahren die A-Junioren der Gladbacher. Weil die A-Junioren in dieser Spielzeit aber wieder absteigen müssen, ist künftig nur der jüngere Jahrgang im Oberhaus dabei.

Das Besonderere: Der 1. FC schafft den Sprung die Bundesliga als Tabellendritter, denn die vor ihm platzierten Teams dürfen als U 16-Mannschaften der schon in der Bundesliga vertretenen Vereine nicht aufsteigen. Weil Gero Wolters und Jan Henri Tophoven nächste Saison zu alt sind, geht es jetzt für sie darum, sich für die U 19 des FC empfehlen, die nach dem Bundesliga-Abstieg in der Niederrheinliga an den Start gehen wird. Geht es nach FC-Trainer Kevin Kreuzberg sind ihre Chancen gut, denn er ist voll des Lobes für seine beiden Spieler: "Gero und Henri haben einen tollen Charakter. Sie sind lernwillig und sehr fleißig." Der mit 1,88 Meter groß gewachsene Innenverteidiger Wolters spielt bereits seit sieben Jahren beim FC. Angefangen hatte er im Alter von vier Jahren bei Blau-Weiß Niederkrüchten. Dort war er noch Stürmer und wurde in der U 13 zum Innenverteidiger umgeschult. "Ich bin sehr kopfballstark und habe ein gutes Stellungsspiel", sagt Wolters über seine Stärken. "An der Schnelligkeit muss ich noch ein wenig arbeiten." Für Kreuzberg hat Wolters alles, was ein Innenverteidiger haben muss. Mit zwei Toren im bisherigen Saisonverlauf strahlt er zudem Torgefahr aus. Der 17-Jährige wird im nächsten Jahr sein Abitur machen, dem voraussichtlich ein Studium folgen soll. "Dass ich es in den kommenden Jahren in den Profi-Bereich schaffen werde, ist sicherlich unrealistisch", sagt Wolters. "Ich versuche, mich weiterzuentwickeln, und hoffe, möglichst hoch spielen zu können."

Das sieht Jan Henri Tophoven ähnlich: "Profi werden ist kaum noch möglich. Dafür hätte ich frühzeitig zu einem Bundesligisten wechseln müssen." Tophoven kam vor dieser Saison vom SC Union Nettetal, für den er drei Jahre spielte. Angefangen hatte er bei TuRa Brüggen. Der offensive Mittelfeldspieler hat bisher vier Tore erzielt und elf Torvorlagen gegeben. "Henri ist sehr athletisch und hat eine gute Technik", sagt Kreuzberg. "Zudem ist er schnell und verfügt über viel Selbstvertrauen." Tophoven wurde bereits früh für die Niederrhein-Auswahl nominiert, fiel dann aber in ein Leistungsloch. "Nach meinem Wechsel zum FC habe ich mich gut entwickelt", sagt Tophoven." Und Kreuzberg ist sich sicher, dass "Henri noch Luft nach oben hat". Auch er wird im nächsten Schuljahr sein Abitur machen. Bevor er ein Studium beginnt, hofft Tophoven auf ein Stipendium, um ein Jahr im Ausland (USA) Fußball spielen zu können.

(hw)